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Und den DL 1 in Erinnrung, in bester*

VIEL ERFOLG BEIM ABITUR 2012 !!!!

 

 Liebe Schülerinnen und Schüler des 13 DL 1!

Habe ein heitres, fröhliches Herz
Januar, Februar, März,

Sei immer mit dabei
In April und Mai,

Kreische vor ABI!!!*-Lust
In Juni, Juli und August,

Habe Verehrer, Freunde und Lober
In September und Oktober,

Und den DL 1 in Erinnrung, in bester*
Bis zum Dezember und nächsten Silvester.
(Theodor Fontane: „Der Schwester zu Silvester“ – *mit kleinen dichterischen Freiheiten...
Ein gutes Gelingen beim Abitur 2012,
gute Erinnerungen an Euren DL 1
und eine glückliche Hand für alles, was Ihr Euch nach St. Anna vorgenommen habt,
wünscht Euch von Herzen
Euer LK-Lehrer
Detlef Wullbrandt

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Allerlei Gestrüpp in der Literatur und der Kunst

Zur Vorbereitung auf die Führung durch die Ausstellung UNTER BÄUMEN im Deutschen Historischen Museum in Berlin hat sich der 13 DL 1 in das "Gestrüpp" in der Literatur und der Kunst begeben.

 

 

Friederike: Ich habe mir das Mailied von Goethe ausgesucht, weil ich das Gedicht schon immer mochte und wusste, dass da unter anderem Sträucher vorkommen...;)

In dem Gedicht geht es darum, dass das lyrische Ich so ergriffen von einer Liebschaft ist, dass es seine gesamte Umwelt bewundernd preist. 
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Natur, die das lyrische Ich fasziniert und berührt.  Das Gedicht kann zur Epoche des Sturm und Drang gezählt werden und enthält neben dem Naturmotiv außerdem noch eine märchenhafte bzw phantastische Passage, in der auch das "Gesträuch" zur Sprache kommt.  Die Verse "Es dringen Blüten / Aus jedem Zweig" stellen die pure Lebendigkeit der Natur im Frühling dar, wenn alles wie von selbst  zu blühen und zu wachsen beginnt. 
Von diesen Vorgängen ist der Mensch seit jeher fasziniert und brachte z.B. in der Antike so genannte "Baumnymphen" mit dem "Frühlingserwachen" in Verbindung. Daher könnte das "Gesträuch" aus dem "tausend Stimmen" dringen, mit diesem mystischen Gedanken erklärt werden. Andererseits könnten auch die Stimmen der Vögel und vielen kleinen Tiere, die in der Nähe oder den Zweigen des Gewächses leben, gemeint sein. 
In dem Gedicht spielt das Gesträuch also eine Rolle als Lebensraum für Tiere etc . und als Teil der hochgespriesenen Natur, von der das lyrische Ich in seiner Verliebtheit schwärmt.

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Mit dem Außenminister im Plenarsaal, im DHM unter Bäumen, vor Angelas Wohnhaus, in Pergamon und auf babylonischen Straßen und beim Punkrock-Pizzabäcker am Prenzlauer Berg...

...und eine Rückfahrt nach Wuppertal mit Hindernissen, aber erster Klasse!

 

Drei Tage Berlin, drei Tage volles Hauptstadtprogramm!

Die Hauptstadt empfängt uns mit frostigen Temperaturen, jedoch auch mit einer warmen Begrüßung in unserem `Stammhotel´ Tiergarten in selbigem Stadtteil, dessen gastliche Zimmer und umwerfendes Frühstück jeden Morgen für die Unternehmungen des Tages stärkt.

Erster Programmpunkt: Das Deutsche Histoerische Museum und die Ausstellung UNTER BÄUMEN, in der es auch um die Bedeutung des Waldes in der deutschen Literatur geht.

Das nächste Ziel: Der Deutsche Bundestag. In der Plenarsitzung wird in Anwesenheit des deutschen Außenministers Guido Westerwelle über das deutsche Verhältnis zu Ägypten nach dem Vorgehen der neuen Regierung am Nil gegen deutsche und internationale politische Stiftungen debattiert. Bei dem anschließenden Gespräch mit dem Referenten des einladenden Bundestagsabgeordneten Peter Hintze  - WIR BEDANKEN UNS SEHR HERZLICH FÜR DIESE EINLADUNG, die uns die dreitägige Fahrt nach Berlin erst ermöglicht hat!!! - geht es um dessen Aufgabenfelder, aber dann doch sehr schnell um die aktuelle Diskussion über den Bundespräsidenten und die Haltung des Referenten und Herrn Hintze hierzu.

Der zweite Tag beginnt mit einem Besuch des Pergamonmuseums und des Pergamonpanoramas, das einen sehr realistischen Eindruck von der Stadt, ihrer Umgebung und auch des Pergamonaltars vermittelt. Die anschließende Führung durch das Museum ist besonders dadurch ebenso erhellend wie spannend, da ein Archäologe diese unternimmt und mit viel Wissen, aber auch Fähigkeit, dieses anschaulich zu vermitteln, für sechzig interessante Minuten sorgt.

Der Bezirk Prenzlauer Berg ist am Abend das Ziel, und dort die Punkrockpizzeria IL DUE FORNI, in der wir unseren letzten Abend in Berlin gemeinsam ausklingen lassen.

Der Samstagvormittag steht ganz im Zeichen individueller Aktivitäten, vom Zoobesuch bis Schlendern durch das KADEWE.

Und zuletzt hat auch die Deutsche Bahn noch eine Überraschung für uns: In Hannover müssen wir unseren Zugteil verlassen und uns mit Mühe und Not im vorderen Teil des ICE verteilen, allerdings auch in der 1. Klasse, was zumindest einige für das ungeplante Umsteigen in Hamm und die insgesamt dreißigminütige Verspätung entschädigt. 

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UNTER BÄUMEN in Berlin

Der Rhetorik im Plenarsaal nicht auf den Leim gehen, einem Politiker auf den Zahn fühlen, dem Wald in der Literatur auf die Spur kommen, einen Altar im antiken Pergamon im Panorama bestaunen, die Frage, ob Punkrocker auch Pizza können, beantwortet bekommen, die quirlige Hauptstadt an der Spree genießen - der 13 DL 1 geht auf seine letzte Reise nach Berlin!

 

 

Auch der zweite  Besuch des 13 DL 1 steht wieder ganz im Zeichen der Beschäftigung mit der Macht des gesprochenen und geschriebenen Wortes. Auf Einladung des Mitgliedes des Deutschen Bundestages Peter Hintze besuchen wir den Deutschen Bundestag und auch eine Plenarsitzung, in der rhetorisches Geschick einen maßgeblichen Einfluss darauf hat, den politischen Gegner zu überzeugen oder zumindest dessen Ansichten mit adäquaten Argumenten und diese geschickt in Worte gefasst entgegen zu treten.

Dem Wald in der (deutschen) Literatur ist die Ausstellung UNTER BÄUMEN gewidmet, die wir im Deutschen Historischen Museum besuchen werden. Schon jetzt sinnen wir darüber nach, in welchen uns bekannten Romanen Baum und Wald eine bedeutende Rolle spielen...

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In erweitertem Kreis geht´s in Richtung Abitur!

Nach den BUDDENBROOKS stehen die NEUE SACHLICHKEIT und dann Wolfgang Koeppens moderner Roman TAUBEN IM GRAS auf der Agenda des 13 DL 1

 

Das letzte Schuljahr des 13 DL 1 hat begonnen und es ist noch nicht einmal mehr ein ganzes Jahr, das uns noch bleibt, um die obligatorischen Themen für den Leistungskurs Deutsch zu bearbeiten. Die romane der neuen Sachlichkeit stehen noch aus, dann Koeppens Roman "Tauben im Gras" sowie die Liebeslyrik der Romantik und der Moderne und die deutsche Sprache in ihrem Wandel und ihrer Skepsis.

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Halbzeitpause!

Das Unternehmen Abitur 2012 geht in seine finale Runde... ebenso wie die Familie Buddenbrook, deren Schicksal uns Thomas Mann so geistreich nahe gebracht hat!

 

Zur Erinnerung:

Der junge Hanno Buddenbrook, Sohn von Gerda und Thomas Buddenbrook, erweist sich zum Leidwesen seines Vaters als unfähig, sich mit der geschäftlichen Welt - und nicht nur dieser - auseinanderzusetzen, sondern versinkt immer mehr in einer Welt der Kunst und zunehmender Lethargie und Lebensmüdigkeit.

Mit dieser hochinteressanten literarischen Figur aus Thomas Manns Roman der Weltliteratur werden wir uns in den nächsten Stunden auseianandersetzen und damit die Beschäftigung mit den BUDDENBROOKS zum Abschluss bringen.

Weitere nicht weniger mitreißende Begegnungen mit Literatur erwarten uns dann im Anschluss an die BUDENBROOKS...

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Studienfahrt WIEN 2011 - Der 12 DL 1 erlebte die österreichische Metropole von ihren besten Seiten

Burgtheater, Staatsoper, Hofburg, Schönbrunn, Hundertwasser, die UNO, der Naschmarkt, das Museumsquartier, der Spittelberg, die Donauinsel und der Prater, Stammersdorf und von dort ein "Heuriger" Blick auf Wien, der Dom und die Pestgräber, das Wienerschnitzel, der Käsekrainer, Sachertorte und Melange... und beinahe Sonne pur: Diese Stadt ist ein Erlebnis!

 

 

Von der Ankunft am Sonntagabend bis zur Abfahrt am Freitagnachmittag erlebte der zukünftige 13 DL 1 WIEN 2011 von seinen besten Seiten.

Die vielen Besichtigungen und Rundgänge sorgten zwar für schwere - und gelegentlich sogar blutende... - Füße, aber jeder Ort in Wien war den Besuch Wert!

Ein ausführlicher Reisebericht zu WIEN 2011 von Chantal aus dem 12 DL 1:

 

Nachdem nun alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrer mehr oder weniger heil wieder zu Hause in Wuppertal angekommen sind, blicken wir alle zurück auf eine interessante Woche im kulturträchtigen Wien!

Obwohl alle Wien-Fahrer nach einer zwölfstündigen Busfahrt nicht mehr sonderlich aufnahmefähig waren, zeigten die Lehrer und gleich nach der Ankunft in Wien am Sonntagabend, wo man in unserem Viertel (Neustadt/Spittelberg) gut mit Essen und Trinken versorgt war und überließen uns dann unserem Schicksal und unserem wunderbar ausgeprägten Orientierungssinn.

Doch nicht  jeder Tag in Wien sollte so entspannt verlaufen. Schon am zweiten Tag merkten wir, dass wir in einer Stadt gelandet waren, die anscheinend mehr sehenswerte Orte als Einwohner hat. Das Burgtheater war noch eine Extraführung wert, bevor wir einen Großteil der Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Prater und dessen Riesenrad während einer Stadtrundfahrt aus dem Bus bestaunen konnten. "Linker und rechter Hand" gab es so viel zu sehen, dass man gar nicht wusste, wohin man zuerst schauen soll. Auch der Busfahrer muss etwas verwirrt gewesen sein, als er angewiesen wurde, auf der Hauptstraße „fast anzuhalten", damit wir keinen sehenswerten Ort verpassten.

Nach der Rundfahrt ging die Stadtführung zu Fuß weiter; schließlich bietet auch die Innenstadt einige Sehenswürdigkeiten. Nachdem wir also auch die Blutgasse und die Pestsäule hinter uns gelassen hatten, kam natürlich der nächste Programmpunkt: Der Stephansdom sowie die Besichtigung der Katakomben. Obwohl die „Gruft" recht schön renoviert war, fühlte man sich zwischen all den Särgen nicht besonders wohl, und als wir dann in den alten, nicht renovierten Teil der Katakomben kamen und die Skelette der Pestopfer, die man heute noch „besichtigen" kann, zu Gesicht bekamen, war der ein oder andere nicht mehr so angetan von dieser Führung. Doch schon bald gelangten wir zurück ans Tageslicht und konnten den Tag nach unseren Vorstellungen zu Ende gestalten.

Der zweite Tag begann mit einer Führung durch die Wiener Staatsoper, die in ihrer Größe und zeitlosen Pracht dem Burgtheater in nichts nachsteht. Nach diesem Rundgang ließ der erste Museumsbesuch nicht auf sich warten, und welches Museum hätte es anders sein sollen als das berühmte Sisi-Museum in der Wiener Hofburg! Mit Audioguides ausgestattet liefen wir durch dieses riesige Schloss und stellten uns vor, wie Sisi dort gelebt hat. Nachdem wir den Wohnort der Kaiserin hinter uns gelassen hatten, begaben wir uns zu ihrem zweiten Wohnsitz in Wien, nämlich Schloß Schönbrunn. Dort sahen wir eine Kurzfassung von Mozarts „Zauberflöte“ als Marionettenstück und spazierten durch den weitläufigen Park des Schlosses, bevor wir auch dort im Schloss wieder von Audioguides durch das Leben Sisis und Maria Theresias geführt wurden. Die Laola-Welle auf der Terasse des Schlosses war nicht nur Ausdruck unserer Begeisterung über Wien, sondern auch Teil einer gemeinsamen Aktion aller Studienfahrtgruppen für das Abi im nächsten Schuljahr.

Der Mittwoch stand weitestgehend zur freien Verfügung und wurde von den einzelnen Leistungskursen für verschiedene Besichtigungen genutzt. Und abends konnten wir ein wenig das Wiener Nachtleben erforschen, wobei einge von uns eine Bar aufspürten, in der man wusste, wie man eine ordentliche Karaokeparty feiert!

Der Donnerstag stand wieder im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten, und zwar gab es zuerst eine Führung durch das Kunst Haus Wien mit anschließendem Besuch des Hundertwasser-Hauses Wien, wo man die Kunst des gleichnamigen Künstlers Hundertwasser auf Bildern sowie an besagtem Haus bestaunen konnte. Anschließend gab es eine Führung durch die UNO in Wien, die mit zwei verschiedenen Vorträgen (Menschenrechte und Friedenssicherung) abgeschlossen wurde. Anders als an den bisherigen Tagen beendeten wir diesen gemeinsam beim Heurigen "Zur Christl“ mit typisch wienerischen Speisen und einer guten Karaffe Wein im Sonnenschein mit Blick auf die Stadt Wien und ihr Panorama.

Am letzten Tag besuchten wir die Kapuzinergruft und sahen uns unter anderem die Särge von Sisi und Franz und den anderen verstorbenen Habsburgern an; danach konnten wir unseren letzten Tag so gestalten, wie es uns beliebte.

Alles in Allem blicken wir zurück auf eine interessante, kulturträchtige Fahrt  mit vielen Besichtigungen, aber auch viel freier Zeit und vor allem gutem Wetter, gutem Essen und guter Gesellschaft! Selten hatte man einen solchen Fluss an Informationen in so kurzer Zeit, aber genauso selten kommt man in eine Stadt, in der es so viel zu sehen und zu erzählen gibt. Und auch, wenn wir am Ende des Tages alle sehr geschafft von dem Informationsfluss in Verbindung mit Hitze und schmerzenden Füßen waren, habe ich bisher von keinem gehört, dass ihm oder ihr die Fahrt nicht gefallen hat!

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Der 12 DL 1 auf Studienfahrt mit dem 12 DL2, dem 12 MuL1 und dem 12 ChL1 - ein starkes Team!

Gruppenfoto vor dem Hotel SACH..., äh..., ATLAS und Laola auf der Terrasse von Schloss Schönbrunn

 

 

Die vierzig Schülerinnen und Schüler der vier Leistungskurse Deutsch 1 und 2, Musik und Chemie sowie zwei "besondere Gäste" schmolzen sehr schnell zu einem Team zusammen auf der Fahrt nach wien und während des umfangreichen Programms, das die Kurzteilnehmer und Wien-Fahrer kreuz und queer durch die Millionenstadt scheuchte. Dokument des Teamgeistes: die Laola-Welle auf der Terrasse von Schjloss Schönbrunn!

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Gedichtanalyse: ZUR ZEIT SEINER VERSTOßUNG von PAUL FLEMING

Eine sehr interessante und umfassende Gedichtanalyse gelingt TIM FELDMÜLLER zu PAUL FLEMINGs Barock-Gedicht

 Analyse „Zur Zeit seiner Verstoßung“

 

Das Sonett „Zur Zeit seiner Verstoßung“, verfasst von Paul Fleming und veröffentlicht während der Epoche des Barock, thematisiert zwei Leitmotive jener Epoche, das Vanitas- und das Memento Mori-Motiv. Indes beschreibt das lyrische Ich den Verlust einer Geliebten.

 

Das Gedicht ist in vier Strophen gegliedert, wobei die ersten beiden Quartette und die letzten beiden Terzette sind, sodass man von einem italienischen Sonett sprechen kann.

Als Metrum liegt der Alexandriner vor und als Reimschema in den beiden Quartetten umarmende, reine Endreime (abba), in den Terzetten ein umgekehrter Schweifreim (cddcee). Die Kadenzen folgen dem Reimschema, wobei in den Quartetten „a“ einer männlichen Kadenz entspricht und „b“ einer weiblichen Kadenz. In den Terzetten entspricht „c“ einer weiblichen Kadenz, „d“ und „e“ einer männlichen.

Abgesehen von der Umkehrung des Schweifreims ist der formale Aufbau dieses Gedichtes typisch für die Epoche des Barock. Zum Beispiel erlaubt die Verwendung des Alexandriners eine Zweiteilung des Verses, welche eine Gegenüberstellung innerhalb des Verses, zum Beispiel von These und Antithese, erlaubt und das antithetische Lebensgefühl des Barock widerspiegelt. So stand der Pracht und dem Prunk von Kirche und Absolutismus während des 17. Jahrhunderts Tod und Verwüstung durch den 30 jährigen Krieg und durch Krankheiten, wie die Pest, gegenüber.

Dieser typische Aufbau und auch das Befolgen des Reimschemas seitens der Kadenzen geht auf das Streben nach Ordnung während des 17. Jahrhunderts zurück. Die Menschen lebten in einer Zeit voller Ungewissheit und Vergänglichkeit und strebten nach Ordnung. Des Weiteren erlaubt ein solcher Aufbau dem Dichter, seine Thesen klar zu formulieren.

Der umgekehrte Schweifreim in den Terzetten könnte für einen Wandel im Leben des lyrischen Ichs stehen. War es zuerst noch glücklich mit seiner Geliebten, so verwandelte sich dieses Glück bald in Unglück, als er nicht mehr mit ihr zusammen sein konnte.

Das Gedicht lässt sich in drei Teile gliedern. Den ersten Teil stellt die erste Strophe dar, sie ist eine Allegorie zur zweiten Strophe. Die beiden darauf folgenden Strophen beschreiben die momentane Situation des lyrischen Ichs und sind daher, als zweiter Teil, zusammengehörig. Letztlich bildet die vierte Strophe, in welcher das lyrische Ich sein Schicksal noch einmal zusammenfasst, den letzten Teil.

 

In der ersten Strophe beschreibt das lyrische Ich, wie ein Kaufmann sein gesamtes Gut von einem Moment auf den anderen verlieren kann, wenn er seine Ware „nur einem Schiffe traut“ (V. 1). Kaufmänner waren damals wohlhabende Männer und ihr „Gut“ (V. 1) war ihre Lebensgrundlage, da sie mit diesem handeln und ihr Geld verdienen. Das lyrische Ich sagt, dass ein solcher Kaufmann von einem Moment auf den anderen seine Lebensgrundlage, „sein gantzes“ (V. 3), verlieren kann, wenn er es einem Schiff anvertraut. Es verwendet ein Schiff als Symbol für eine Liebesbeziehung, da dieses äußeren Einflüssen völlig ausgesetzt ist und wenig eigene Handlungskraft besitzt.

Das lyrische Ich sagt klar aus, dass jemand, der „allzuviel auff ein Gelücke traut“ (V. 4) falsch liege. An dieser Stelle klingt das Memento Mori-Motiv an, das lyrische Ich warnt davor, zu überheblich zu werden und sich über höhere Kräfte, wie die der Natur, zu stellen, es erinnert den Menschen an seine Sterblichkeit.

Diese gesamte Strophe stellt eine Allegorie dar, welche in der zweiten Strophe auf die Situation des lyrischen Ichs übertragen wird. Sie dient zur Veranschaulichung des Leidens des lyrischen Ichs und ist eine typische Stilfigur im Barock, in welchem eine sehr üppige Bildlichkeit üblich war.

Die zweite Strophe eröffnet das lyrische Ich, indem es mitteilt, dass ihm, wenn es, das von ihm gegebene Beispiel, auf sich selbst bezieht, „die Haut [schau[re]]“ (V. 5). Diese Personifikation verdeutlicht noch einmal das Entsetzen, das das lyrische Ich verspürt, nachdem es sein gesamtes Glück riskiert und verloren hat, indem es sich auf eine Liebe eingelassen hat.

Vers 6 wirkt sehr eindringlich auf den Leser. Dem liegt ein Parallelismus zugrunde („Mein Schiff das ist […] Mein Gut ist)“ (V. 6)), in welchem die Allegorie auf das lyrische Ich bezogen wird. Es äußert, dass sein Schiff „entzwey“ (V.6), diese Aufspaltung in zwei Teile steht metaphorisch für die Trennung zweier Liebender, und sein „Gut“ (V. 6), also sein ganzes Glück, zusammen mit dieser Trennung verloren gegangen sei.

In Vers 8 liegt eine Antithetik vor, welche durch die Mittelzäsur aufgeteilt ist. Während das lyrische ich „Müh‘ und Angst“ (V. 8) habe, habe ein anderer seine Geliebte. Das Fehlen seiner Frau wird in diesem Vers durch eine Ellipse (der zweiten Hälfte des Verses fehlt ein Prädikat) veranschaulicht. Die Mittelzäsur unterstreicht die Trennung der beiden noch einmal zusätzlich. Des Weiteren erfährt der Leser in diesem Vers, dass dem lyrischen Ich seine Geliebte nicht durch den Tod genommen wurde, sondern durch einen anderen Mann.

Im Verlauf der dritten Strophe wird daraufhin das Leiden des lyrischen Ichs erneut dargestellt. Zu diesem Zweck wird schon zu Beginn eine Exclamatio, „Ich Unglückseeliger!“ (V. 9) verwendet. Noch im selben Vers, ebenfalls zur Unterstreichung des Leidens, wird gesagt, dass dem lyrischen Ich sein Herz „zerrissen“ (V. 9) werde. Das Herz ist das zentrale Organ des Menschen und steht als Symbol für die Liebe; das lyrische Ich fühlt sich und seine Liebe also, von seinem Innersten aus, zerrissen. Auch hier findet sich wieder das Aufspalten als Metapher für die Trennung.

In der ersten Hälfte von Vers 11 wird noch einmal das Vanitas-Motiv deutlich, so werde das „alles“ des lyrischen Ichs zu „nichts“ (V. 11). In der zweiten Hälfte des Verses wird dem Leser die Unsicherheit des lyrischen Ichs darüber, wie es weiter gehen soll, aufgezeigt. Dies geschieht durch eine rhetorische Frage.

Anschließend werden Hypothese und These einander gegenübergestellt, sodass erneut eine Antithetik vorliegt (V. 12). Das lyrische Ich sagt, dass es, wenn es noch irgendetwas hätte, es dieses mehr schätzen würde. An dieser Stelle findet sich also auch das dritte Leitmotiv des Barock, das Carpe Diem-Motiv.

Letztlich fasst das lyrische Ich noch einmal zusammen, dass es nun alles verloren habe, sowohl seine Frau, als auch sich selbst. Eine Repetition des Satzanfangs („Nun bin ich ohne […] nun bin ich ohne“ (V. 14)) lässt dies noch Eindringlicher erscheinen.

 

Alles in allem kann ich sagen, dass ich meine Deutungshypothese, auch nach Analyse des Gedichtes, bestätigt sehe. Das lyrische Ich beschreibt in diesem Gedicht die Vergänglichkeit und sein Leiden, verursacht durch den Verlust seiner Frau, sehr eindringlich und unter Verwendung verschiedener Bilder, wie zum Beispiel während der dritten Strophe.

Es appelliert des Weiteren an den Leser, nicht überheblich zu werden und sich der Vergänglichkeit und seiner Begrenztheit bewusst zu sein.

Es finden sich des Weiteren viele epochentypische Elemente, wie zum Beispiel der strenge formale Aufbau, die üppige Bildlichkeit und die Leitmotive des Barock.

Der Leser wird letztendlich mit einem schlechten Gefühl entlassen. Das Gedicht behält seinen negativen Klang die ganze Zeit über und es wird kein Ausblick auf irgendeine Hoffnung gegeben.

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Hier sind Sie richtig, denn Margarita macht Theater

12 DL 1-Schülerin im Ensemble des Literaturkurs-Projektes: Theater

 

 

 

HIER SIND SIE RICHTIG ist der Titel der Komödie, die am Mittwoch, dem 29. Juni 2011 im Mehrzweckraum der St. Anna Schule vom Theater-Enseble des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 uraufgeführt wird. Mit dabei ist Margarita, auch Schülerin des 12 DL 1, die ihrem Auftritt schon entgegen fiebert. Dass sich alle Beteiligten an diesem Theaterstück ein volles Haus am kommenden Mittwoch wünschen, ist selbstverständlich. Einlass ist um 19.00 Uhr, Beginn der Aufführung um 19.30 Uhr. In der Pause ist für das leibliche Wohl gesorgt!

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