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Der Q2 Deutsch-LK 1 trifft Goethe in Weimar!

19 Freunde der Deutschen Klassik machen sich auf den Weg zu Johann Wolfgang.

Nachdem man sich gebettet hatte, ging es in die kleine historische Stadt. Erste Station war das Wohnhaus von Johann Wolfgang von Goethe mit dem angrenzenden Nationalmuseum. Dort erwartete die Gruppe eine, zugegebenermaßen, etwas trockene Führung durch die trotzdem sehenswerte Ausstellung „Lebensfluten und Tatensturm“. 

Die Gruppe bekam einen Einblick in das Leben des Universalgenies. Die politischen Tätigkeiten, sein umfangreiches künstlerisches Wirken, aber auch seine naturwissenschaftlichen Aktivitäten waren die Themen der knapp einstündigen Führung. Danach begaben sich Frau Rottmann, die für die erkrankte Frau Laab - der an dieser Stelle von Herzen gute Besserung zu wünschen  ist! -  als Begleitung eingesprungen war, und Herr Thüner in das „Gasthaus  "Zum Weißen Schwan“ und tafelten wie einst der berühmte Nachbar, während sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg durch die Innenstadt machten und nach geeigneten Räumlichkeiten für die Nachbereitung des Theaterstücks spähten. 

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Im Deutschen Nationaltheater wurde „Hofmeister“ von E.M.R. Lenz aufgeführt. Die Reisegruppe erwartete einen üblichen Klassiker, mit Exposition, erregendem Moment, Peripetie, retardierendem Moment und der Katastrophe, nebst dem unvermeidlichen Gefühl einer bedrückenden Katharsis. Präsentiert bekamen sie dann jedoch ein kurzweiliges Stück über die „Vorteile der privaten Erziehung“: frustrierte und überengagierte Helikopter-Eltern, aufmüpfige Kinder, ungewollte Schwangerschaften, zweifelhafte, dem Laster frönende Lehrer, jede Menge Prügel für das staatliche Schulsystem, zügelloses Studentenleben, Gefängnisaufenthalte…. Vom eigentlichen klassischen Stück ist vermutlich nicht viel übrig geblieben. Aber das war in Ordnung, es wurde viel gelacht und die vielen Seitenhiebe auf die aktuellen Diskussionen um den Stellenwert der Bildung in Deutschland sorgten für gute Unterhaltung. 
Danach begab man sich in die Gastronomie der Nachbarschaft, jedoch forderte die frühe Anreise nach Weimar schnell ihren Tribut, und so endete der Abend recht schnell doch im Hotel.
Am nächsten Tag ging es noch einmal zum Nationalmuseum. Per Audio Guide besichtigte die Gruppe Goethes Wohnhaus. Die kurzweilige Führung kam bei den Schülern gut an, eröffnete sie doch den einen oder anderen erweiterten Blick auf Goethes Wirken in Weimar und auf seine Werke. Danach teilte man sich auf: die einen besuchten das Bauhaus Museum, wieder andere lustwandelten im Park an der Ilm, ein paar ganz Gebildete bauten Standbilder. Gegen Abend ging es dann via Frankfurt zurück nach Wuppertal. Zuvor bedankten sich die Schülerinnen und Schüler beim Kurslehrer für den gelungenen Ausflug mit einer DVD mit der Verfilmung von Kafkas „Process“ - wohlwissend um seine glühende Verehrung für diesen Autor… 
Text: O. Thüner
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