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Geschichts-AG der St.Anna-Schule mit Anton-Roesen-Preis 2009 ausgezeichnet

Projekt "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus" erfolgreich

Die Geschichts-AG der Jgst.11 ist für ihr Projekt „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ mit dem Anton-Roesen-Preis 2009 zusammen mit dem Anno-Gymnasium Siegburg (Musiktheater: Anne Frank – ein Mädchen wie du und ich?) ausgezeichnet worden. Die Preisübergabe erfolgte am 16.5.09 während der Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner und den Diözesanratsvorsitzenden Thomas Nickel. Beide Schulen erhielten ein Preisgeld von jeweils 2500 Euro. Der Anton-Roesen-Preis wird jährlich vom Diözesanrat für herausragende Leistungen katholischer Christen im Bereich von kirchlich-sozialem und gesellschaftlichem Engagement verliehen.
Die Geschichts-AG hat unter der Leitung von Herrn Häming und Herrn Sänger sowie unter der wissenschaftlichen Begleitung der Wuppertaler Historikerin Elke Brychta die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Wuppertal am 1.2.09 in der St.Anna-Schule seit dem Sommer 2008 in wöchentlichen Treffen außerhalb des normalen Unterrichts vorbereitet. Beteiligt waren folgende Schüler und Schülerinnen: Vera Antonova, Rosanna Berkes, Julia Brucksch, Maren Bruns, Lucas Casalino, Theresa Commandeur, Malte Delbrück, David Diermann, Lisa-Marie Honnef, Claudia Karczewski, Julia Karczewski, Jana Lange. Valentina Lolli, Felix Möller, Nathalie Nawrocki, Philipp Niewiera, Sarah Pilz, Mike Parucha, Alica Schmeetz, Bernhard Siepen, Anika Suchorab, Kim-Thy Tong, Thi Anh-Ngan Tran, Cynthia Wagner, Ania Wyrobek und Katja Wyrobek.
Angeregt worden war das Projekt von der Begegnungsstätte Alte Synagoge durch deren Leiterin Frau Dr.Ulrike Schrader, ferner wurde es unterstützt von der Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. sowie der Stadt Wuppertal. Im Mittelpunkt standen zwei Wuppertaler, die sich dem Naziterror widersetzt haben: Pfarrer und Caritas-Direktor Hans Carls und die Caritas-Sekretärin Maria Husemann, die am 22.Dezember 1943 in der St.Anna-Schule von der Gestapo verhaftet worden war. Eine Gedenktafel über dem Eingang von Raum 7.19 erinnert schon seit 1993 an dieses Ereignis.
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In monatelanger Arbeit mit der Sichtung von Akten und Literatur, Internetrecherchen, Zeitzeugenbefragung und Spurensuche in Wuppertal ist es der AG gelungen, einen Gedenktag zu gestalten, der bei den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung am 1.2.09 im Forum der St.Anna-Schule einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, was auch Oberbürgermeister Peter Jung anschließend ausdrücklich bestätigte. Auch Reaktionen in der örtlichen und auch überregionalen Presse unterstreichen dies. Zusätzlich zu der eineinhalbstündigen Präsentation der verschiedenen Beiträge der einzelnen Arbeitsgruppen der AG hatten die Schüler und Schülerinnen eine umfassende Informationsbroschüre zu den erarbeiteten Themenbereichen erstellt und eine kleine, aber eindrucksvolle Ausstellung mit Schautafeln für den Gedenktag vorbereitet.
Besonders noch zu erwähnen: Die Gruppe unternahm im November 2008 eine von Elke Brychta vorbereitete, viertägige Exkursion zu den KZ Gedenkstätten Flossenbürg/Oberpfalz und Dachau, deren Besuch die Teilnehmer angesichts der dort dokumentierten grauenhaften Zustände und des unermesslichen Leids sehr betroffen gemacht hat.
Bericht: Norbert Häming/Christoph Sänger

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