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Beitrag zur Festzeitschrift 2005

Während in vielen Schulen Informatik noch immer ein Schattendasein führt und die Ausstattung eher an ein Museum als an einen modernen Unterrichtsraum erinnert, dürfen wir an unserer Schule auf eine bereits mehr als 20 jährige Geschichte zurückblicken.

Die ersten Anfänge lassen sich heute nicht mehr konkret an Namen und Klassen festmachen, jedoch gab es bereits vor dem Jahre 1984 unter Mitwirkung der ehemaligen Kollegen Rütten und Mühlhaus Unterricht, der in Form von AG´s am Computer durchgeführt wurde. Die erste heute noch zu belegende AG wurde von Herrn Schumacher im Jahre 1984 geleitet.

Seit 1985 ist Informatik ein reguläres Fach im Differenzierungsbereich der Klassen 9 und 10 – damals noch im jetzigen Chemieraum 4.34.

Ein Studium der Informatik hatte zum damaligen Zeitpunkt kein Kollege vorzuweisen, eine erste Fortbildung wurde erst 1986 angeboten. Wie auch heute noch ersetzte das Selbststudium engagierter Kollegen aus dem Fachbereich Mathematik eine staatliche Ausbildung. Nur für kurze Zeit wirkte an unserer Schule ein „Informatikkollege“, Herr Zickel, der neben seinen Unterrichtsverpflichtungen in den Fächern Physik und katholische Religionslehre ein Fernstudium in Informatik erfolgreich absolvierte.

 

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Bereits 1986 wurde in der Jahrgangstufe 11 mit dem regulären Informatikunterricht begonnen, so dass eine Spezialisierung der Kollegen erfolgen musste. Während ab diesem Zeitpunkt Herr Schlager, Herr Schumacher und Herr Rütten eher für den Oberstufenunterricht verantwortlich zeichneten – später kam noch Herr Krause hinzu, wurde der Differenzierungsunterricht weitgehend von den Herren Tillmann und Lukannek übernommen. Zu diesem Zeitpunkt waren im Raum 4.34 etwa 10 Apple Rechner ( IIe und IIc ) installiert, die zwar keine Festplatte und keinen Farbmonitor, kein Netzwerk und keinen Sound besaßen, aber doch die Möglichkeit zum Programmieren in verschiedenen Umgebungen: Apple-BASIC, Apple-LOGO, UCSD-PASCAL und die Anwendung von Apple-Works ermöglichten. Eine erste Fortbildung der Kollegen erfolgte im Losverfahren – ein Kollege wurde gelost, die anderen konnten dann mit einiger Verzögerung von den neuen Kenntnissen profitieren. Eine hausinterne Fortbildung aller interessierten Kollegen im Anschluss an den Vormittagsunterricht ( 1987 – 1989 ) trug ein Übriges zum Wissensstand im Fache Informatik bei. ( Weitere Fortbildungen für die Oberstufe folgten 1988 und 1990 ; die neuen Curricula für den Differenzierungsunterricht der Mittelstufe wurden den Kollegen – wieder mit einem Zeitunterschied von einigen Jahren – bis zum Jahre 1996 nahegebracht. )

 

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Mit der zunehmenden Zahl lernwilliger Schüler – leider weniger Schülerinnen ( hier gab es allerdings im Jahre 1998 ein halbes Jahr eine AG: Informatik für Mädchen ) – stieg auch der Anspruch an die Räume und die Ausstattung und im Jahre 1987 wurden neue Räumlichkeiten in der 7. Ebene bezogen. Die Räume 7.19 und 7.26 waren dann auch mit neuen Rechnern der Firma Sanyo ausgestattet ( 80086 Prozessor ) und ermöglichten eine Programmierung in Turbo Pascal. Die Umgestaltung der naturwissenschaftlichen Räume und der Wegfall des Sprachlabors ermöglichten 1989 den Umzug in die heutigen Räume 8.18 und 8.19, wobei ein Umbau auf neue Prozessoren durch Herrn Zickel erfolgte, der unsere Schule aber kurz darauf verließ. In diesem Jahr legten erstmals Schüler in Informatik eine Abiturprüfung ab.

Mit dem Wechsel des Fachvorsitzes auf den bis zum heutigen Tage noch amtierenden Kollegen Lukannek ( Stand 2005 ) im Jahre 1995 begann die Zeit der großen Umgestaltung der Fachräume. Während bereits im Jahre 1994 eine Möblierung für spiegelgleiche Räume 8.18 und 8.19 gesorgt hatte, setzte jetzt das Bemühen um zeitgerechte, vernetzte Computer mit der Möglichkeit der Internetanbindung ein. Dank der großzügigen Unterstützung durch den Förderverein sowie durch Spenden diverser Wuppertaler und auswärtiger Firmen war es Anfang 1997 möglich, in Raum 8.18 ein windowsgestütztes Netzwerk einzurichten, das 11 Schülerrechner, einen Lehrerrechner und einen Server verband. Auch ein Zugriff auf das Internet konnte eingerichtet werden, so dass nunmehr bei Bedarf auch größere Lerngruppen parallel auf Datensuche gehen konnten. Schon bald zeigten andere Fachbereiche der Schule Interesse an der Arbeit am PC, und heute wird neben der Informatik vor allem von Musikgruppen sowie gelegentlich von Erdkunde und Geschichte ein computerunterstützter Unterricht durchgeführt. Im zweiten Fachraum dauerte es noch bis zum Jahre 2000, bis ein ähnliches Netz aus gebrauchten Rechnern aufgebaut werden konnte. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die verschiedenen Rechnerkonfigurationen – zeitweise 10 verschiedene Typen – einer Wartung sehr abträglich waren und die Fachkonferenz Informatik bemühte sich im Namen der anderen Fachbereiche um eine Vereinheitlichung der PC´s. Stetes Wasser höhlt bekanntlich den Stein, und so kam es dank eines finanziellen Kraftaktes aus dem Schultetat und einer großzügigen Spende der Wuppertaler Sparda Bank zur Austattung der Räume 8.18 ( Anfang 2003 ) und 8.19 ( Anfang 2004 ) mit TFT-Monitoren und leistungsfähigen Rechnern, die im Prinzip in beiden Räumen baugleich sind.

So können wir heute zeitgemäße Anwendungsprogramme ( MS Office ), zeitgemäße Programmierumgebungen ( Delphi in der Oberstufe ) und leicht angestaubte Programme in der Mittelstufe ( Dümmler-LOGO, Fischer-Technik und LOCAD – alles von der Struktur gleichgeblieben seit 1995 ) anbieten.

Zur Zeit haben in den Klassen 9 und 10 etwa 65 Schülerinnen und Schüler im Differenzierungsbereich Informatik als Fach gewählt und in den Grundkursen der Jahrgangstufen 11 – 13 ungefähr 50 Schülerinnen und Schüler. Während die Tendenz der Computernutzung außerhalb der Informatik zunimmt ( seit einigen Jahren wird regelmäßig von einigen Schülern im Fach Musik eine Abiturklausur mit Computerunterstützung geschrieben ) ist der Andrang von Interessierten für das Fach Informatik eher rückläufig.

Dennoch sehen wir als kleiner Fachbereich optimistisch in die nächsten 100 Jahre an dieser Schule und erwarten gespannt, welche Entwicklung das Fach und die Ausstattung in den nächsten Jahren nehmen wird.

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