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Die letzte Klausur

Vierdreiviertel Stunden mit Herta Müller und den Besonderheiten der Mehrsprachigkeit, Wagners Evchen und Goethes Gretchen sowie zum Verhältnis von Fiktion und Realität nach Umberto Eco und in Beziehung zu Kafkas "Proceß"

Der Start in das Abitur 2017: Die Klausuren der Grund- und Leistungkurse im Fach Deutsch machen den Anfang. Und damit auch der Q2DL1 unserer Schule. Im Raum 9:22 stehen die Tische bereit und die 21 Schüler/innen setzen sich an ihre namentlich gekennzeichneten Plätze, auf denen bereits eine Süßigkeit zur Stärkung der analytischen Leistungsfähigkeit bereit liegt. Dank hierfür geht an die Damen des Sekretariats!

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Der DL1-Kursbericht (von Selma Grüneberg)

Das war der DL1... (mit einigen, kleinen Richtigstellungen... in Klammern...)

Deutsch-Leistungskurs-1-Bericht

Mit der durchschnittlichen Verspätung (nunja, wenige Minuten...) öffnet der Deutsch-Leistungskurslehrer der Q2, Herr Wullbrandt (es gibt da ja auch noch den Herrn Dyballa als DL-Lehrer in der Q2..), schwungvoll die Tür des Klassenzimmers, in dem der gesamte Kurs bereits geduldig wartet. Naja, jedenfalls fast der gesamte Kurs. Genau wie die Verspätung des Lehrers, aufgrund seiner täglichen Tasse Kaffee und seiner Gesprächsfreudigkeit gegenüber Kollegen und Schülern, können auch die typischen Nachzügler mit in den Beginn einer Deutsch-LK Stunde eingerechnet werden. Falls der Kurs dann doch mal komplett sein sollte, dann meist erst nach ein bisschen mehr als ein paar Minuten.
Langsam balanciert Herr Wullbrandt seine gefüllte Kaffeetasse zum Lehrerpult, seine braune Ledertasche mit unergründlichem Inhalt fest unter den Arm gedrückt (trage ich niemals unter dem Arm!). „So, das Wichtigste zuerst", beginnt er den Unterricht und macht eine bedeutendsame Pause, die seine Prioritäten deutlich unterstreichen soll: „Wer hat den Kuchen?“. Erst nervöse Blicke, dann folgt die Erleichterung. Denn das mit dem Kuchen gehört zwar fest zum Ablauf der Stunde, wenn auch nur einmal die Woche, ist aber dennoch eher ein Glücksspiel, vor allem was die Trefferquote angeht. Mal backt der erwählte Schüler - oder eher die Schülerin, da das weibliche Geschlecht eine deutliche Mehrheit bildet - einen vorzüglichen und schmackhaften Kuchen, ein anderes Mal wird dem Kurs jedoch nur Aldi-Kuchen vorgesetzt, oder noch schlimmer, gar keiner. Diesmal scheinen wir Glück gehabt zu haben.

Nachdem diese Tagesordnung geklärt ist, folgt sogleich eine gute Überleitung zum jeweiligen Thema. Egal ob „Faust“, „Mephisto“ oder "Leben des Galilei“, der Deutsch-LK arbeitet, analysiert und interpretiert sich durch alles hindurch. Dabei bevorzugt unser Lehrer die mündliche Bearbeitung von Textpassagen und eifrig werden die Charaktereigenschaften von Hendrik Höfgen, Josef K. oder sogar von Franz Kafka selbst herausgearbeitet. Die kleinen Pausen, in denen Herr Wullbrandt oft wundersam zu verschwinden scheint (selbstverständlich immer im Dienste des Kurses!), werden zum Verzehr des Kuchens genutzt.

Es reiht sich also Literatur an Literatur und Analyse an Analyse. Klingt ziemlich trocken, doch ironische Kommentare von Seiten unseres fordernden Deutschlehrers und gekonnte Gegenargumente der Schülerschaft lassen die Doppelstunden oft schneller verstreichen als selbst mit Kuchen zu erwarten war.


Doch nicht nur die literarische Bildung liegt unserem Lehrer am Herzen, auch die Politik ist ihm wichtig. Daher lässt sich Herr Wullbrandt einen, ach was, gleich zwei dreitägige Ausflüge nach Berlin nicht nehmen. Bei unserem ersten Berlin-Besuch empfingen wir als kleines Highlight sogar unsere Halbjahreszeugnisse von (dem leider mittlerweile verstorbenen und an St. Anna sehr geschätzten!!!) Herrn Hintze, dem Abgeordneten der CDU und (damaligen) Bundestagsvizepräsidenten, persönlich, und der Besuch einer sehr eigenen Punk-Rock-Pizzeria rundete die erste Exkursion ab.

Da der Deutsch-LK die Hauptstadt jedoch sehr vermisste, ging es genau ein Jahr später erneut in die deutsche Metropole, dieses Mal um das ARD-Hauptstadtstudio zu besichtigen und den Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer von der SPD zu besuchen (und ebenso wie den Herrn Hintze ein Jahr zuvor mit vielen Fragen zu löchern). Der auf die drei (Berliner) Tage folgende Abschied verlief nun natürlich umso schwerer, da sich die gemeinsame Zeit des LKs bereits dem Ende zuneigte.

Das alljährliche Kursfoto gestaltete sich zwar oft schwieriger als angenommen, aufgrund von spontanen Erkrankungen (natürlich erst, nachdem ein Foto angekündigt worden war...) oder des selbstgewählten Unterrichtsbeginn mancher Schüler, dennoch schaffte es unser LK, sich regelmäßig auf dem neuesten Stand von Mitschülern knipsen zu lassen.


Natürlich fällt auch die traditionelle Exkursion zur Untersuchung von literarischen Texten in einem bestimmten Umfeld nicht weg: der Besuch eines Fußballspiels bei Herrn Wullbrandts absolutem Traumverein, dem Vfl Bochum (VfL, bitte, die Schreibweise beachten!!!! Verein für Leibesübungen!!!!). Dies brachte sogar einen eindeutigen (nunja...5:4...) Sieg der Bochumer, auch wenn es wahrscheinlich eher weniger an der Textsicherheit der Fanhymnen von Seiten des Deutsch-LKs lag.


Neben all den bereits genannten Vergnügungen in unserem Deutsch-LK wurden wir natürlich auch auf unser Abitur vorbereitet (will ich wohl meinen!!!), und das mit reichlich Erfahrung und dem Wissensschatz von Herrn Wullbrandt. Dafür dankt Ihnen ihr Deutsch-LK 2016/17! (Sehr gerne geschehen!)


Ob die ganze Arbeit sich gelohnt hat, wird sich noch (he)rausstellen, aber die zwei Jahre waren es definitiv wert, sich für das Fach Deutsch als Leistungskurs zu entscheiden.(Fasse ich als Kompliment auf und bedanke mich!)

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Ein süßer Abschied

4-Stunden-LK-Marathon am letzten gemeinsam Tag und eine grandiose Torte!

Gefragt, was den DEUTSCH-LK EINS des Abiturjahrgangs 2017 so einzigartig und das Zusammenleben und -arbeiten in dieser Schicksalsgemeinschaft so faszinierend gemacht hat, dann sind die Antworten klar: 22 charmante Menschen saßen da zusammen, mit Spaß und Interesse an ihrem Tun und einem regelmäßigen, `süßen´ Freitag, dem kalorienreichen Kitt, der die Kursgemeinschaft zusammen hielt. Geschichte nun, aber niemals vergessen! Schon gar nicht die grandiose Torte zum Abschied!

 

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Und als letzte Worte, zusätzlich zu den persönlichen am Ende der heutigen, letzten, gemeinsamen Unterrichtsstunde, dieses Gedicht von Fontane:

Habe ein heitres, fröhliches Herz
Januar, Februar, März,
Sei immer mit dabei
In April und Mai,
Kreische vor ABI!!!*-Lust
In Juni, Juli und August,
Habe Verehrer, Freunde und Lober
In September und Oktober,
Und DL 1 in Erinnrung, in bester*
Bis zum Dezember und nächsten Silvester.


(Theodor Fontane (1819-1898): „Der Schwester zu Silvester“ – *mit kleinen dichterischen Freiheiten...)

Ein gutes Gelingen beim Abitur 2017 und
gute Erinnerungen an Deinen DL 1
wünscht von Herzen Euer LK-Lehrer
Detlef Wullbrandt

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Rezensionen: Das waren die Lektüren in den letzten beiden Jahren!

Bertolt Brecht: Leben des Galilei

Das Theaterstück „Leben des Galilei“ wurde im Jahr 1938 von Berthold Brecht im dänischen Exil vollendet, wobei die Uraufführung des Stückes am 09.09.1943 in Zürich stattgefunden hat.
In dem Stück geht es um, wie der Name schon verrät, das Leben des Galileo Galilei.
Der in Italien lebende Wissenschaftler schafft es mit seinem Fernrohr, den Beweis für das kopernikanische Weltbild darzulegen und somit das Weltbild der katholischen Kirche zu widerlegen. Dadurch entsteht das wesentliche Thema, die Konflikte zwischen Galilei und der katholischen Kirche. Die gesamte Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von 28 Jahren und wechselt zwischen den  italienischen Städten Rom, Venedig und Florenz.
Eine Identifikation mit dem Protagonisten wird dem Leser zwar durch eine nicht ausführliche Beschreibung Galileis sowie durch die Zeitsprünge zwischen den Szenen erschwert, dennoch durch seine nachvollziehbaren und realistischen Handlungen ermöglicht. Zudem wird Galilei nicht ausschließlich von seiner wissenschaftlichen Neugierde geleitet, sondern auch von finanziellen Gründen, was ihn durchaus menschlich erscheinen lässt.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass dem Zuschauer gesellschaftliche Missstände aufgezeigt werden und ihn zum Nachdenken anregt. Hierbei geht es um den Konflikt zwischen Glaube und Vernunft, da durch das Verhalten der Kirche der Mensch und seine alten Überzeugungen in Frage gestellt werden. Dies verleiht dem Stück einen tieferen Sinn, der dem Zuschauer in einer unkomplizierten Weise vermittelt wird. Und da dies Themen sind, über die der Mensch auch heute nachzudenken hat, ist dieses Werk auch aktuell noch zu empfehlen.
Zusammenfassend fällt die Wertung des Theaterstücks positiv aus. Das Stück ist in verständlicher Weise geschrieben worden, die Handlung ist nachvollziehbar und regt zum Nachdenken an, weshalb das Werk in das Repertoire einer Oberstufe gehört.

 

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Alles hat ein Ende...

..., aber niemals geht man so ganz!

Nur noch wenige Tage und noch weniger Unterrichtsstunden trennen den Q2DL1 des Abiturjahrgangs 2017 vom großen Abschied. Zwei Jahre sind für alle Beteiligten wie im Fluge vergangen - auch an die, die uns, aus welchen Gründen auch immer, früher verlassen haben, sei hier erinnert! -, mit viel analytischer Unterrichtsarbeit, Lektüregenuss und wohl auch -frust - für den einen beim Goethe oder Mann, für die andere beim Kafka oder Brecht -, aber auch süßem Genuss an jedem Freitag und zu jedem Geburtstag sowie dem einen oder anderen spannenden Ausflug, sei es - sogar zweimal - für mehrere Tage nach Berlin oder in Ruhrstadion nach Bochum.

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Zweiter Besuch im Deutschen Bundestag

Der Q2DL1 trifft dieses Mal Herrn MdB Zöllmer zum Gespräch und erkundet das ARD-Hauptstadtstudio

Die letzte Reise des Q2DL1 geht wieder nach Berlin. Pünktliche Deutsche Bahn, Plenarsitzung, Gespräch mit dem Bundestagabgeordneten Herrn Zöllmer (SPD), Essen im Paul-Löbe-Haus, Reichstagskuppel mit Blick auf Berlin am Abend, Rundgang durch das Hauptstadtstudio der ARD an der Spree, herzhafte Frühstücke im Hotel Tiergarten und ein 18. Geburtstag. Das bleibt alles in sehr guter Erinnerung!

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Anpfiff zur 2. Halbzeit!

Gar nicht mehr so viele Monate trennen den Q2 DL1 vom Abitur...

...und vom Abschied voneinander. Dabei gehen ohnehin nicht mehr alle den Weg Richtung Allgemeine Hochschulreife mit, denn mit Cheyenne und Sarah und nun auch noch Nina haben uns drei liebe Menschen vorzeitig den Rücken gekehrt. Dafür ist allerdings mit Robin eine Verstärkung des personell schwach besetzten männlichen Teiles des Kurses zu uns gestoßen!

Wie dem auch sei: Kafkas "Proceß" ist nun bald zu Ende interpretiert, dann stehen umfangreiche Betrachtungen von Sprache (deren Erwerb, Entwicklung und Kritik an ihr) auf dem Programm, bevor Anfang des nächsten Jahres alle Themen der zurück liegenden beiden Jahre von Q1 und Q2 noch einmal gründlich wiederholt werden, damit die Abiturprüfungen auch sehr gut gelingen!

Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit, die auch genossen werden will! Zum Beispiel durch einen Besuch von Goethes "Faust" (Aufführung des Westfälischen Landestheaters) in der Henrichshütte in Hattingen. Und wer weiß, was uns sonst noch einfällt, um uns die letzten gemeinsamen Monate angenehm zu gestalten, sodass sie in allerbester Erinnerung bleiben werden!

Denen, die nun nicht mehr im Q2 DL1 dabei sind - man beachte dabei bitte auch Ninas letzten Auftritt mit ihrem Kurs auf dem unteren Foto!!! - wünschen wir für ihre Zukunft alles Gute! Und uns Verbliebenen weiterhin gutes Gelingen und Freude im Q2 DL1!

Der Fußball-Lyrik auf der Spur

Der Q2 DL1 begibt sich ins Ruhrstadion nach Bochum

Wichtich is´ auf´m Platz - das gilt auch für die Lyrik! Auch im Alltag muss Lyrik tauglich sein, und wo, wenn nicht in einem Fußballstadion, herrscht Alltag pur: Und es wird getextet und gesungen was die Verse her geben. 

Im Unterricht ist man bereits der Dichtkunst in der Fußball-Lyrik - und das sprachenübergreifend! - auf die Spur gekommen: "Fußball ist unser Leben" und die "Three Lions" mit dem begnadeten Vers "Football´s coming home" wurden detailliert untersucht und gewertschätzt und die Vereinshymne des VfL Bochum 1848, "Mein VfL" sowie Herbert Grönemeyers Hommage an seine Stadt und seinen Verein, der Song "Bochum", wurden unter die Lupe genommen.

So bestens vorbereitet begab sich der Q2 DL1 dann an einem Freitagabend ins Ruhrgebiet und ins Ruhrstadion des VfL Bochum 1848, um den 5:4-Sieg der heimischen Mannschaft gegen die Elf aus Franken, den 1. FC Nürnberg, zu bejubeln und sich gleichzeitig die vielen Unterstützungsverse und Lieder der Fanbblöcke, insbesondere aus der Ostkurve des VfL Bochum 1848, anzuhören. 

Wenn das nicht Alltagserfahrung mit der Lyrik ist, was dann!?

Der Q2 DL1 dankt dem VfL Bochum 1848 für die Einladung ins Ruhrstadion!

 

 

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