Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Auf ein Neues: Die Alpen AG wagt den Neustart!

Der Baldeney See, der Baldeney Steig, etwas Regen, gute Laune und Jehovas Wächter

Eine Tour haben sie bereits unter Aufsicht meiner Kollegin hinter sich, diverse harte Trainingseinheiten unter den Fittichen von Kollegin Meerpohl in der Halle absolviert, Referate zur alpinen Gefahren und alpinem Wetter gehalten… viel ist seit dem Lockdown liegen geblieben und am Ende blieb die eigentliche Bergtour auch auf der Strecke. Corona grätsche auch uns in alle Planungen und Vorfreuden hinein. Aber wie so oft hilft nur Akzeptanz und ein bisschen Hoffnung, dass es im kommenden Jahr dann doch gen Berchtesgaden und von da aus zu Fuß über den Alpenhauptkamm nach Lienz in Osttirol geht.

 

Aber zunächst wird wie üblich hier in der Gegend das Gehen und das Wandern geübt. Dazu habe ich einen Teil der Gruppe zum Baldeney See nach E-Kupferdreh bestellt. Dort bietet der Baldeney Steig nicht nur ordentlich Höhenmeter zum Üben auf teils unwegsamem Terrain: der namengebende See liegt idyllisch im Ruhrtal, der Steig bietet zudem beeindruckende Tiefblicke, läuft an historisch bedeutenden Bauwerken wie der Zeche Carl Funke, dem Schloss Bredeney und der Villa Hügel vorbei, dem Einfamilienhaus der Krupp Dynastie mit gerade mal 270 Zimmern. 

 

Gut gelaunt habe ich dem etwas verdutzten Mark am Bahnhof die Karte und den Kompass in die Hand gedrückt: „Mach mal“ - Guter Junge, fügt sich schnell in sein Schicksal und übernahm die Führung. Ein paar Wegweiser am Rand übersah er gelegentlich, aber für die Korrektur jugendlichen Übermuts war ich ja mit von der Partie. Und wenn er nicht mehr weiter wusste, hatte er auch keine Berührungsängste, Eingeborene nach dem rechten Weg zu fragen. Nicht wenige Wanderer, die uns begegneten (oder die wir überholten), erbleichten, wurden sie unserer   angesichtig: „Kinder? So viele? Samstag? Freiwillig? Wie machen die das…?“ Ich habe seit der ersten Wanderung hier in der Gegend mit der AG 2016/2017 eine Idee, wie sich Aliens fühlen, wenn sie auf Erdlinge treffen. Sind junge Leute in einer Gruppe in der Natur wirklich so exotisch…? Ist diese Erkenntnis bedenklich? Offensichtlich haben wir eine echte Marktlücke entdeckt.

 

Ging es zunächst gemütlich am See entlang, auf befestigten, teils asphaltierten Wegen, wurde es kurz nachdem wir den alten Förderturm der Zeche Carl Funke passiert hatten ziemlich steil und teils ausgesetzt. Wie geschaffen, um neue Schuhe, Hosen, Rucksäcke und Wanderstöcke zu testen. Und wie schön: es begann auch noch  zu regnen. So konnten die Aspiranten auf eine feine Bergtour auch gleich überprüfen, ob die neuen Funktionsjacken wirklich wasserdicht sind. An einem schönen Aussichtspunkt wurde gerastet: von tapferen Müttern geschmierte Brote, Obst und Wasser sorgten für den nötigen Energieschub. Weiter ging es, immer bergauf und wieder bergab, an den schon genannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Vorbei ging es auch an ziemlich  verlockenden Gasthäusern. Für ein saftiges Steak im Steakhouse war es noch zu früh und in der „Heimlichen Liebe“ war schon wer anders: Geschlossene Gesellschaft. Schade. Nachdem die Villa Hügel und der eindrucksvolle Hügel Park umrundet war (zwischendurch gab es eine Kurzeinführung in den „Faust“ vom ollen Goethe und, kein Scherz: Post von Jehovas Wächtern, welche die Jungs aber dann doch besser an Ort und Stelle haben liegen lassen…), entschied die Truppe demokratisch, doch bis nach E-Werden weiterzulaufen und von dort per S-Bahn den Rückweg anzutreten. Man hätte auch den kompletten Steig weiterlaufen können, 27 km und 600 Hm, aber naja,… in die Berge geht es ja erst im kommenden Sommer. Von daher ist für derartige Extremtouren noch Zeit.

 

Es war ein schöner Tag mit schönen Aussichten, netten Gesprächen und feinen Eindrücken. In der Tat: man muss nicht weit reisen, um dem Alltag zu entfliehen und selbst ich, weit gereist, welterfahren bin immer wieder begeistert von der unserer Gegend hier. Der nächste Lockdown, der uns hoffentlich und bitte, bitte, bitte erspart bleiben möge, lässt sich durch schöne Wanderungen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land ein wenig erträglicher gestalten.

 

Leider können wir für die aktuellen 9er und 10er im laufenden Schuljahr keine Plätze für die Bewerbung anbieten, das geht erst wieder ab Sommer 2021. Zu viel haben die aktuellen Teilnehmer*innen im letzten Jahr investiert. Von daher: AHA Regeln beachten, Rücksicht auf andere und sich selber nehmen und dann wird das schon im Sommer 2021!

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