Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Über Pfade, auf Gipfel, durch Hochtäler und Scharten!

Die Alpen AG 2018/2019 ist unterwegs!

Zweimal waren wir schon erfolgreich unterwegs. Und da bekanntllich alle guten Dinge drei sind, geht es ab dem 24.08. wieder von Berchtesgaden in Bayern über die Alpen nach Lienz in Österreich bis kurz vor die italienische Grenze. Zu Fuß versteht sich! Ein Schuljahr wurde in der AG geprobt, trainiert, an Wochenenden gewandert, sich in allen relevanten Dingen, die den Alpinismus betreffen schlau gemacht, eine zweitägige Probewanderung absolviert... nun wird es ernst! Ab Sonntag sind wir auf den Bergpfaden und -steigen des Nationalparks Berchtesgaden, in den Salzburger Kalkalpen und in der abgelegenen Schobergruppe unterwegs und freuen uns, auf ein paar abenteuerliche, hoffentlich sonnige Tage in der Wildnis der Alpen. Damit die Daheimgebliebenen auch etwas davon haben, gibt es an dieser Stelle wie üblich aktuelle Fotos und kurze Berichte. Die sollen nicht zuletzt Motivation für die Jahrgangsstufen 9 und 10 sein, sich ab dem 20.09.2019 für die Tour im kommenden Jahr anzumelden! 

Wir danken den Firmen, fleißigen Kuchen- und Waffelbäckern und -verkäufern und freundlichen Privatpersonen, dass sie uns wie  in den letzten Jahren großzügig unterstützt haben!

 

Wir wünschen der gesamten Schulgemeinde eine guten und entspannten Start ins neue Schuljahr. Ab dem 09.09. 2019 sind wir wieder in der Schule und haben sicher eine Menge zu erzählen.

 

Viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern!

Tag 1 - Anreise nach Berchtesgaden

Vor jeder Bergtour steht erstmal die Anreise. Frühmorgens (für Herrn Thüner war die Nacht um 3:00 Uhr vorbei) traf sich die Truppe am Hbf in Düsseldorf. Die Eltern wurden verabschiedet, Frau Meerpohl drückte voller Vertrauen einem Elternteil ihr Auto in die Hand und dann gings ab mit dem ICE Ri. München. In Würzburg musste man umsteigen: in einen anderen ICE nach München. Das verstehe wer will... jedenfalls waren alle pünktlich in Berchtesgaden. Vorräte auffrischen, Eis essen, einem amerikanischen Burger Bräter einen letzten Besuch abstatten, abends Lagebesprechung für den morgigen Aufstieg zur Wasseralm. Ab ins Bett, denn morgen wird es anstrengend! Wir melden uns wieder, wenn wir Empfang haben.

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Tag 2 - Wasseralm

Ab heute wird es ernst. Der Bus kommt um 07:45 Uhr. Um 8:00 sind wir am Königssee. Eine romantische Bootsfahrt bringt uns zur Saletalm. Eine wunderschöne Wanderung führt entlang des Obersees zum Röthbachfall. Und da wartet dann der Röthsteig. Ausgesetzt, steil, fordernd. Aber wir werden belohnt. Denn auf der auf 1457 m hoch gelegenen Wasseralm wartet ein kalter Bach, die schöne Hütte und abends die schmackhafte Gemüsesuppe!

Und immer wieder ist das Ankommen auf der Wasseralm ein Highlight. Fast 800 Höhenmeter auf einem steilen, ausgesetzten Steig muss man zurücklegen, es geht durch echten Urwald, unebene, rutschige Steige fordern den Wanderer. Und auf einmal öffnet sich ein idyllisches Hochtal, in dem die Wasseralm auf 1457 m Höhe liegt. Einmal angekommen, ist das Programm dasselbe wie in den letzten beiden Jahren: Herr Thüner trinkt sein „Auf der Hütte angekommen Bier“, der Rest springt in den eiskalten Bach und erfrischt sich, oder macht dem anstrengenden Aufstieg noch mal eben im Wasser Liegestütze... Benedict, Jonas und Jakob waren wohl unterfordert ...

Ein perfekter Tag zum Einstieg!

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Tag 3 - Kärlingerhaus

Gestern 849 m, heute 689 m - gut dass wir an Tag 4 eine Pause einlegen. Ob wir allerdings nur Pause machen wird sich zeigen. Heute war es anstrengend, aber die Etappe von der einfachen Wasseralm zum großen Kärlingerhaus ist dafür auch sehr schön. Es geht rauf und runter, an Steilhängen entlang runter zum Schwarzensee. Der hatte im Vergleich zu den drei letzten Touren ziemlich wenig Wasser. Danach geht es weiter runter zum Grünsee. Nur muss man irgendwann dann doch wieder rauf. Die „Himmelsleiter“ bringt einen schnell auf Höhe. Das allerdings zieht sich und ist gar nicht so romantisch wie der Name vermuten lässt. Steil, steiler und noch steiler. Und wenn man glaubt, man hat es hinter sich, wird es noch in der Tat noch mal steiler. Aber alle haben es irgendwann zum Kärlingerhaus geschafft. Und als die letzte Gruppe eintraf, lag die erste bereits im See. Hier bleiben wir nun zwei Tage und erkunden die Gegend.

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Tag 4 - Kärlingerhaus (Pause)

Pause ist natürlich relativ! Nach dem Frühstück machte sich ein Teil von uns unter Ollis Führung auf den Weg zum Viehkogel, dem Hausberg des Kärlingerhaus. Ein schweißtreibender Anstieg wird mit einem fantastischen Ausblick auf Watzmann, Unterberg und das steinerne Meer, welches wir morgen durchqueren.

Nach dem Abstieg lockt der kalte Funtensee, ein entspannter Nachmittag und wer noch Energie genug hat, geht mit Kathi auf den Feldkogel zum Sonnenuntergang. Morgen laufen wir bis zum Riemannhaus unterhalb des Sommersteins. Wenn das Wetter passt, können wir den auch besteigen! Bis dahin!

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Tag 5 - Riemannhaus

Morgens früh um 8 Aufbruch. Entlang des Funtensees geht es hinauf ins Steinerne Meer. Mit ein bisschen Phantasie sieht die unwirtliche Karstlandschaft in der Tat aus wie ein Meer, dass zu Stein geworden ist. Überall nur Felsen, ein paar Grasnarben und dazwischen hier und da ein paar Schafe. Was für ein Kontrast zu den beiden vergangenen Wandertagen. In knapp drei Stunden ist das Riemannhaus erreicht. Premiere: hier übernachten wir das erste Mal, da die Jugendherberge im Tal renoviert wird. Aber die Hütte ist ein prima Ersatzquartier. Es gibt Kaiserschmarrn, kräftige Suppen, ausreichend Getränke und liebenswerte Wirtsleute. Ein Teil der Gruppe besteigt noch ein paar Gipfel. Der Rest entspannt auf der Sonnentertasse. Leider künden die Schleierwolken von einem Wettersturz. Wie es aussieht kommen wir wieder morgen Abend klatschnass auf der Trauneralm an. Aber warten wir ab!

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Tag 6 - Wanderung zur Trauneralm

Bevor wir in Heidis Heimat ankommen, müssen wir erstmal den beinharten Abstieg vom Riemannhaus durch die Ramseider Scharte bewältigen. Der gestaltete sich allerdings weniger beinhart als bei den letzten beiden Touren. Vermutlich war die Übernachtung auf der Hütte eine Wohltat für die Knie...

Um 11:00 waren wir in Maria Alm: Supermarkt, Eis essen, schwimmen fällt aus, um 11:33 geht der Bus nach Ferleiten. Und wie jedes Mal ist Regen angesagt. Was haben wir nur verbrochen? Auf der Trauneralm warten Sissi und Mathew auf uns. Gastfreundlicher als bei den beiden ist nur nur selten auf dieser Tour. Morgen geht es dann über die untere Pfandlscharte auf 2600 m zum Glocknerhaus. Da sollten wir gutes Wetter haben. Denn der Aufstieg ist nicht ohne, inkl. Altschneefeld. Ab dem Glocknerhaus sind wir dann endgültig in der Wildnis und bewegen uns gleichzeitig zügig Richtung Lienz. Wir sind eine Supertruppe, haben jede Menge Spaß und bis auf ein paar Blasen und Druckstellen an den Laufwerkzeugen gibts bisher keine Probleme.

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Tag 6 - Update

Mit Kindern unterwegs.... trotz der Unterbrechung auf dem Kinder-Wasserspielplatz sind wir halbwegs trocken auf der Trauneralm angekommen

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Tag 7 - Glocknerhaus

Abschied von der Trauneralm. In der Früh brachen wir auf. Es war nicht sicher, dass wir trocken über den Berg kommen, aber das Wetter hat sich bis in den frühen Nachmittag gehalten, sodass der Übergang zum Glocknerhaus über die Untere Pfandlscharte gut zu machen war. Aber der Weg hat es in sich: 1209 Meter rauf, erst auf einem gut begehbaren Bergpfad, dann über ein ewiges Schneefeld bis kurz unterhalb des Gipfelkreuzes. Oben haben wir uns geteilt. Kathi hat ein paar verwegene Schüler mit auf den über 3000 m hohen Spielmann genommen, Olli führte den Rest runter zur Unterkunft, wo die super netten Wirtsleute, eine heiße Dusche und lecker Essen und das obligatorische Bier bereits warten. Zusammen mit dem Abstieg von 633 Metern ergeben sich heute über 1800 Höhenmeter, die zu bewältigen waren. Bei der Gipfeltruppe kommt noch ordentlich was dazu. Die AG darf sich heute auf die Schulter klopfen! Morgen geht es dann über die Stockerscharte über den Wiener Höhenweg via Salmhütte zur Glorer Hütte, die auf über 2600 m liegt. Auch das ist sehr anstrengend und fordernd. Aber deswegen sind wir ja hier...

Tag 7 - update

Kathi und ihre Gipfeltruppe sind inzwischen auch am Glocknerhaus angekommen. Ziemlich stolz und begeistert! Ein feiner Aufstieg zum Spielmann mit grandioser Aussicht!

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Tag 8 - Glorer Hütte

Um 8 Uhr Abmarsch vom Glocknerhaus. Peter und Beatrix haben uns am Abend zuvor mit Spaghetti Bolognese versorgt. Ein üppiges Frühstücksbuffet sorgt für die nötige Energie. Das Glocknerhaus ist trotz seiner Lage an der Hochalpenstraße ein feines Etappenziel. Und das liegt nicht zuletzt an den Wirtsleuten!

Das heutige Ziel ist die Glorer Hütte auf 2630 m. Es geht zunächst gemütlich abwärts zum Margritzen Stausee. Wir überqueren die Staumauer, danach geht es ziemlich steil hinauf. Gute Kondition ist in unabdingbar. Aber inzwischen sind eingelaufen. Alle sind in der vorgesehenen Zeit auf der Stockerscharte auf 2500 m. Der Wiener Höhenweg dann ist trotz der exponierten Lage gut zu laufen. Der Blick ins Leitertal ist allerdings durch die Wolken versperrt. Wir sind nun in der Wildnis unterwegs. Die Gegend ist einfach beeindruckend. Auf der Salmhütte rasten wir, bevor es dann zur Glorer Hütte weitergeht. Dort empfängt uns Hüttenwirt Fredl Graf herzlich. Es ist tatsächlich wie „nach Hause kommen“. Die Hütte ist einfach gemütlich, das Essen gut und reichlich. Schade, dass es für Fredl die letzte Saison sein wird. Wir werden und gebührend verabschieden! Morgen geht es über die Kesselkeesscharte zur Elberfelder Hütte. Dort bleiben wir zwei Tage und wie schön: für Montag ist Schneefall angesagt... deja vu... ;)

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Tag 9 - Elberfelder Hütte

Nach dem Frühstück Abschied von der Glorer Hütte. Nächstes Jahr werden wir hier auf einen neuen Hüttenwirt treffen. Mit Fredl Graf haben wir gestern noch lange zusammen gesessen. Schade, dass er aufhört. Wir fühlten uns jedes Mal sehr willkommen. So verlassen Kathi und Olli die Hütte durchaus mit einem weinenden Auge. Wir wünschen Fredl einen schönen Ruhestand und noch viele gesunde Jahre!

Premiere! Wir gehen nicht über das nicht ganz einfache Blockfeld zum Peischlach Törl, sondern gehen über den Eselsteig. Der ist nicht weniger schön. Der fast wolkenfrei Großglockner begleitet uns eine ganze Weile, bis es in ein beeindruckendes Hochtal geht. Im Blick ist immer das Böse Weibele, welches ein Teil von uns auch besteigen wird. Am Törl wird kurz gerastet, danach gehts rauf auf die Kesselkeesscharte. Mit 2963 m ist hier der höchste Punkt der Tour erreicht. Wenn man die Gipfel links liegen lässt... Kathi führt einen Teil der Gruppe auf das Böse Weibele (3121m), während der Rest zur Elberfelder Hütte weiterläuft. Dort werden wir von Herbert Mayerhofer freudig begrüßt. Einmal trocken gelegt, locken Kaaspresslknödelsuppe, Topfenstrudel, kaltes Bier, heißer Kaffee. Hier lässt es sich aushalten und daher bleiben wir zwei Nächte. Wir freuen uns, dass uns der Wuppertaler Alpenverein die Übernachtung spendiert. Dafür bedanken wir uns herzlich!

Morgen schauen wir uns auf kürzeren Wanderungen die Gegend um die Hütte herum an, sofern es das Wetter zulässt. Sollte es schneien, bauen wir eben einen Schneemann ⛄️

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Tag 10 - Elberfelder Hütte (Pause)

Ausschlafen, Frühstück bis 10:00 Uhr. An den vorigen Tagen haben wir uns um diese Uhrzeit bereits dem Ziel zumindest angenähert. Von daher ist dieser Tag ohne großes Programm eine kleine Erholung für die Muskeln und Gelenke. Das Wetter ist etwas mau... ziemlich bedeckt und immer wieder sehr ergiebiger Regen. Gesundes Nichtstun ist aber auch nicht verwerflich. Zudem können den 17. Geburtstag von Max feiern. Der Tag wird mit Lesen, Surfen, Kartenspielen und Unterhalten verbracht. Heute Abend gibts nepalesisches Essen. Eine feine Alternative zur ewigen Spaghetti Bolognese! Morgen gehts über die Gößnitzscharte runter zur Lienzer Hütte. Dort machen wir Mittagspause, bevor es mit dem Aufstieg zu den Wangenitz Seen nochmal richtig anstrengend wird. Mittwoch geht es dann gemütlich zur Winklerner Alm und Donnerstag erreichen wir Lienz. Wir sind sozusagen auf der Zielgeraden. Freitagabend sind wir in Düsseldorf. Und am Montag hat uns der Alltag wieder in den Klauen...

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Tag 11 - Wangenitzsee Hütte

Wir haben einen schönen Abend bei Herbert Meyerhofer auf der Elberfelder Hütte verbracht. Der zeigte uns einen Vortrag über sein „Raumschiff Elberfeld“. Im Endeffekt ging es um ihn und sein Leben. Wenn man etwas davon mitnehmen konnte, dann dass Gelassenheit durchaus ein Konzept sein kann. Als die Kinder „ins Bett gebracht“ waren, haben wir noch lange zusammen gesessen.

Der Abschied morgens war herzlich. Wir sind nächstes Jahr sicher wieder mit einer neuen Truppe zwei Tage bei ihm und freuen uns jetzt schon.

Danach ging es über die auf knapp 2700 m hohe Gössnitzscharte zur Lienzer Hütte. Das Wetter hätte nicht besser sein können: sonnig, Fernblick bis in die Sextener Dolomiten, dazu ein kühler Wind. Was will man mehr? Nach ca. drei Stunden war die Lienzer Hütte erreicht. Dort wurde gegessen und Energie getankt, denn es stand noch der zweite Teil des Tages an: der Aufstieg zur Wangenitzsee Hütte auf 2500 m. Der Steig war wie letztes Jahr schon nicht Ollis Ding. Der trudelte erst lange nach den anderen ein. Die machten sich da schon auf den Weg zum See, um zu schwimmen. Die Brüllerei, die dabei dies idyllisch‘ Fleckchen Erde erschütterte, kündete von eisigen Temperaturen. Aber so spart man auch die 5,- für die Dusche. Abends gabs Nudeln. In Ordnung. Aber so langsam... Mittwoch geht es dann zur Winklerner Alm. Und dann sind wir in Lienz.

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Tag 12 - Winklerner Hütte

Kathi hat sich in Allerherrgottsfrühe auf den Weg um über 3000 m hohen Petzek gemacht, um die Ruhe und die traumhafte Aussicht zu genießen. Keine Kinder, vor allem kein Herr Thüner und höchstens Schafe. Bergsteiger wissen, was gut ist. Der Rest hat ausgeschlafen. Der Tag gestern war anstrengend. Nach dem Frühstück haben wir noch die wunderschönen Seen genossen, danach gings rauf zur Oberen Seescharte. Die knapp 150 Höhenmeter waren kein Problem. Oben beglückte uns Max mit dem Vers des Tages aus seiner Bibel App. Was es nicht alles digitalisiert wird. Ein letzter Blick zurück und es ging runter. Über einen steinigen, teils ausgesetzten Pfad verloren wir schnell an Höhe. Die Aussicht auf das Debantal, die Lienzer Dolomiten und die Schobergruppe waren fantastisch, das Wetter perfekt. Irgendwann wanderten wir über Almwiesen. Die Schülerinnen und Schüler haben wir „von der Leine“ gelassen. Sie waren sozusagen frei wie die glücklichen Kühe auf der Wiese. Auf den einfachen Wegen und Pfaden konnte nicht mehr viel passieren, sofern man auf ein Selfie mit einem Kalb verzichtet. Mama ist bekanntlich nie weit... Als Kathi und Olli auf der Hütte ankamen, saßen die BergsteigerInnen bereits beim Mittagsmahl. Hüttenwirtin Priska ist eine exzellente Köchin! Danach: Wasserschlacht. Man ist eben doch noch Kind... abends gab es vorzügliche Schnitzel. Danach das übliche: Kartenspielen und later on Sterne gucken. Hier oben gibt es kaum Lichtsmog, sodass man einiges mehr am Firnament zu sehen bekommt. Vielleicht auch Sternschnuppen, denen man gesunde Knochen anvertraut. Morgen gehts dann von 1900 m runter nach Lienz auf 600 m. Die Knie werden es uns danken. Und die Bergtour 18/19 ist vorbei. Eigentlich schade. Irgendwie waren die zwei Wochen stressfrei...

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Tag 13- Lienz

Morgens herzliche Verabschiedung von Priska, der Wirtin der Winklerner Hütte. Wir werden nächstes Jahr wiederkommen, ein schöneres Plätzchen für eine letzte Übernachtung auf einer Hütte gibts nicht.

Der Weg zum Ziel ist dann relativ unspektakulär. Fahrwege, Forstwege, Ziehwege, immer bergab. Hier und da kreuzt der Wanderweg. Nimmt man den, ist es erträglich. Sofern man ihn denn findet. Die forschen Schülerinnen und Schüler inkl. sorgsame Begleiterinnen haben den wohl übersehen, denn Kathi und Olli waren lange vorher in Iselsberg. Obwohl zu Beginn weit hinten. Wer ist hier der Profi? ;)

Ab Iselsberg geht es zügig hinunter ins Tal der Drau. Dem Fluss folgen wir und um 14:20 Uhr ist der Hauptplatz in Lienz erreicht. Die dritte Alpenüberquerung ist beendet. Zufrieden und stolz machen wir das obligatorische Gruppenbild am Brunnen. Und es zerstreut sich alles in die vier Himmelsrichtungen: Eis essen, schwimmen gehen, shoppen, gucken, Bier auf den Erfolg trinken. Nachher gehts ins Hotel. Schlafen in richtigen Betten und gemeinsames Abendessen. Morgen in der Früh gehts zurück nach Düsseldorf, wo wir in der Spät ankommen. Sicher werden die lieben Kleinen von den stolzen Eltern erwartet. Aber jetzt erst mal: Einen Humpen auf den Erfolg!!

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Tag 14 - Rückfahrt nach Düsseldorf

Schlafen wie die Sardinen im Lager unterm Dach; selten Möglichkeiten, sich einmal richtig wieder sauber zu machen; Klamotten, die man am Ende am besten ganz tief unten im Rucksack versteckt; steile, schweißtreibende Auf- und Abstiege, Sonnenbrand, Regen, mit viel Glück Neuschnee im August... „Wir machen diesen Unsinn schon seit 30 Jahren“, sagte ein Mitglied einer recht fidelen Wandertruppe in ihren 60ern aus der Pfalz, die wir auf der Wasseralm getroffen haben.

Natürlich könnte man die Strecke von Berchtesgaden nach Lienz in knapp zwei Stunden mit dem Auto erledigen. Aber was würde man verpassen: die atemberaubende Natur der Alpen, die unterschiedlichen Landschaften, die sich vom Tal aus eben nicht erschließen, die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die gemütlichen Hüttenabende bei herzlichen Gastgebern, den Sternenhimmel in der Nacht, die Ausblicke, die sich nach jeder Scharte, nach jeder Biegung, nach jedem Gipfel immer wieder ändern. Das entschädigt für alles, was dieser „Unsinn“ einer mehrtägigen Bergtour eben so mit sich bringt. Und sind wir ehrlich: nach zwei Wochen sind wir alle wieder im eigenen Bett und die Ernährung besteht nicht nur aus Spaghetti Bolognese (wobei das dieses Mal nicht ganz so oft der Fall war). Da kann man sich diesen „Unsinn“ ruhig mal geben. Eine lange Bergtour ist Erholung für den Geist, lässt einen den Alltag gelassener erleben und macht vor allem in einer so guten und unkomplizierten Truppe wie dieses Mal richtig viel Spaß. Und stolz auf mehr als 120 km Fußmarsch inkl. mehreren tausend Höhenmetern darf man auch sein. In diesem Sinne eine dickes Dankeschön an alle, die dabei waren:

- der aktuellen AG fürs Mitmachen

- Annika und Amelie fürs zuverlässige Begleiten

- den Eltern, fürs Anvertrauen

- den Sponsoren für die großzügige Unterstützung

- der Schulleitung fürs Erlauben

- dem Wetter, für wenig Regen und viel Sonne ☀️

Es war gut!

Bilder: Katharina Meerpohl & Oliver Thüner

Text: Oliver Thüner

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Dank an unsere Sponsoren

Wir bedanken uns bei den großzügigen Sponsoren, die unsere Tour über die Alpen großzügig unterstützen. Ohne Ihre Beiträge wäre diese AG nicht möglich!

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Dank an die Firmen, die die Alpenüberquerung unterstützen!

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