Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Live nach Hawaii: Junior AG und Junior Science Cafe gehen der Frage nach:

Korallen- sind sie bald alle ausgestorben?

Am 27.11.2019 war es wieder so weit. Um 18.00 Uhr lud die Junior-AG erneut ins Junior-Science-Cafe mit dem Thema: ,,Ohne Korallen in die Öko-Falle‘‘ ein. Die Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen EF und Q1 hatten sich nun schon seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt und brannten darauf, ihre Ergebnisse vorzustellen. Bei Getränken und Waffeln stellten sie mithilfe einer vorbereiteten Präsentation zuerst die verschiedenen Korallenarten vor. In ihrem Vortrag behandelten sie das große Problem des Korallensterbens, das vor allem durch veränderte Wassertemperaturen durch den Klimawandel und durch das Tiefseefischen verursacht wird. Ein weiteres Kriterium, das die Korallen beeinflusst, ist der Tourismus in die Korallenriffe. Abfälle und schmutziges Abwasser, die u.a. von den Touristen verursacht werden, viele Tauchgänge und der Schiffsverkehr sorgen dafür, dass Korallen krank werden können und zum Beispiel unter der sogenannten Korallenbleiche leiden. Dabei werden durch einen Temperaturwechsel Giftstoffe produziert und die Korallen stoßen Algen ab, wodurch der Kalk erhalten bleibt und die Korallen sterben.


Doch auch wir Menschen sind aktiv an dem Sterben von Korallen beteiligt, nicht nur durch den Klimawandel oder das Dynamit-Fischen, bei dem Dynamit ins Meer geworfen wird, um die Fische zu töten, wodurch dann auch Korallen sterben, sondern auch unser Plastikmüll ist ein Auslöser für das Sterben der Korallen.
Die Schülerinnen und Schüler gingen während ihres Vortrags auf Fragen ein, die gestellt wurden, und beantworteten diese ausführlich und überzeugend.
Ebenfalls beschäftigten sie sich mit Lösungsmöglichkeiten, um das das Ausmaß des Sterbens der Korallen so gering wie möglich zu halten. Eine Ideen ist die KI, die künstliche Intelligenz. Das bedeutet, dass speziell programmierte Robotor eingesetzte werden können, wie zum Beispiel der ,,LavaBot‘‘. Dieser sorgt dafür, dass ca. 10.000 Korallenlarven gleichmäßig und großflächig verteilt werden und fördert so das Nachwachsen der Korallen im Riff und deren Fortpflanzung. Eine andere Möglichkeit ist ein ,,RangerBot‘‘, der im Great Barrier Reef an der australischen Küste, eingesetzt wird. Dieser erkennt zu 99,4% die Dornenkronen und tötet diese mit Essig und Gallensalz ab. Dornenkronen sind Seesterne und diese sind an dem Sterben von 40% der Korallen im letztem Jahr im Great Barrier Reef beteiligt.


Im Anschluss an diesen aufschlussreichen Teil der Veranstaltung luden die Schülerinnen und Schüler zu eine Diskussion ein, indem vor allen Dingen die KI ein Thema war. Diese sei sehr kostenintensiv und man bräuchte Sponsoren und Menschen, die ihr Geld in diese investieren, um Verbesserungen ermöglichen zu können. Leider ist es so, dass das Leiden und Verschwinden der Korallenriffe im Bewusstsein der Öffentlichkeit und auch der Politik nicht die höchste Priorität besitzt, sondern andere Themen, wie zum Beispiel das Abholzen der Regenwälder, viel öfter und intensiver thematisiert wird. Man muss einen guten Vorsatz haben und Leute animieren sich ebenfalls für die Korallen einzusetzen, denn ohne dies komme man nicht ans Ziel.

Daraufhin folgte das Highlight des Abends. Die AG-Teilnehmer sind durch einen Zeitungsartikel aus der Rundschau auf Martina Wing aufmerksam geworden. Diese wurde in Wichlinghausen geboren und lebt nun seit 20 Jahren auf Hawaii und taucht dort als Unterwasserführerin und -fotografin mit Manta-Rochen. Frau Wing verfasst einen Blog, mit dem sie versucht, andere Menschen zu inspirieren und zu sensibilisieren, sich ebenfalls damit zu beschäftigen, wie wir unser Ökosystem und unsere Ozeane schützen können.


Martina Wing hatte sich ebenfalls dazu bereit erklärt, etwas über ihre Arbeit und ihren Blog zu erzählen, und so wurde eine Live-Schaltung nach Hawaii möglich und auch organisiert.


Live zugeschaltet an die St.-Anna-Schule, grüßte sie uns zunächst herzlich und erzählte spannende, aber vor allen Dingen besorgniserregende Dinge über das große Korallensterben 2015 und 2019, und berichtete, dass in diesem Jahr die Korallen von der Korallenbleiche befallen worden sind, weswegen sie sich weiß verfärbt haben. Auf die Frage, ob sie danach eine große Besorgnis darüber in der Gesellschaft festgestellt habe, erzählte sie, dass vor allem die Sozialen Medien sehr dazu beitragen, dass die Menschen immer aufmerksamer werden. Durch diese könne man seine Meinungen austauschen, in Kontakt bleiben, um sich gegenseitig zu informieren, und man sei viel näher an dem Geschehen, und die Sozialen Medien helfen dabei, die Menschen aufzuklären und ihnen klar vor Augen zu führen und deutlich zu machen, dass das Sterben der Korallen ein sehr aktuelles und wichtiges Thema ist.

Jedoch können diese Sozialen Medien auch von Nachteil sein. Hawaii zum Beispiel hängt vom Tourismus ab und dadurch, das viele der Influencer und Promis sogenannte ,,Hidden Paths‘‘ nennen und diese veröffentlichen, folgen ihnen viele dorthin. Hidden Paths sind zum Beispiel Höhlen und Grotten, die eine besonderer Vielfalt an Lebewesen haben und zu denen der Zugang deswegen verboten ist. Martina Wing erzählt, dass eine große Zahl an Menschen den Bezug zur Natur verloren hat und es ihnen somit gar nicht auffällt, wie schädlich ihr Handeln für die Natur ist.

Sie verabschiedete sich mit dem Lob, dass sie es beeindruckend finde, dass sich die Junior-AG unserer Schule mit diesem Thema beschäftigt und so dazu beiträgt,  dass auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht wird.

In einem Schlusswort bedankte sich die Junior-AG bei den allen Zuschauern und deren Aufmerksamkeit und Interesse an dem Thema.
 
Text u. Fotos: Sina Rohleder

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