Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Futurium and The Reichstag: science and technology, globalization, politics and political debates

Heroes just for three days: The Q1 EL 1 feels Berlin!

"Thank you for travelling with Deutsche Bahn", verabschiedet die Lautsprecher-Stimme im ICE 553 den Q1 EL 1 am Berliner Hauptbahnhof nach einer unfreiwillig längeren Bahnfahrt nach Berlin, verursacht durch eine Umleitung aufgrund eines "Notarzteinsatzes am Gleis". Kann passieren und wir alle hoffen, es ist nichts Schreckliches vorgefallen. Jedenfalls startet unsere dreitägige Reise in die Hauptstadt mit einer Verspätung, was dazu führt, dass wir uns sogleich ins Futurium begeben müssen, dem neuen Museum direkt neben dem Hauptbahnhof, das sich mit Fragen der Zukunft, des technologischen Fortschritts und der Entwicklung der Menschheit beschäftigt. Sehr passend zu unseren aktuellen Themen im Englisch-Unterricht: "Globalization" und  "Science and Technology". Der einstündigen Führung durch Teile der Ausstellung lassen wir dann gerne noch einen selbständigen Rundgang ganz nach den persönlichen Interessen jedes Einzelnen folgen.

Anschließend: Check-In im Hotel Tiergarten in Moabit und dann gehört der Rest des mittlerweile schon späten Nachmittags und des Abends dem ersten Erkunden der Hauptstadt auf eigene Faust.

Ganz viel Programm bestimmt unseren zweiten Tag: Ein frühes, aber reichhaltiges Frühstück hilft uns, diesen in Angriff zu nehmen. Nach einem umfangreichen Security-Check-In am Reichstagsgebäude geht es gleich in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Auf der Besuchertribüne nehmen wir oberhalb der Sitze der Fraktion der AfD Platz und bekommen auch gleich eine Kostprobe von deren Rhetorik. Zum Thema Kohleausstieg wundert es zwar, dass der AfD-Redner, der die Debatte eröffnet, nicht auch sogleich die Flüchtlinge hierfür verantwortlich macht, aber offensichtlich findet der Mann eher Gefallen daran, den Deutschen ein Weltuntergangsszenario ohne Strom zu zeichnen. Wesentlich sachlicher und offenkundig kompetenter diskutieren die nachfolgenden Redner/innen der anderen Fraktionen zu diesem Thema weiter. Die 60 spannenden Minuten auf der Zuschauertribüne vergehen wie im Fluge.

Der Herr Bundestagsabgeordnete Manfred Todtenhausen aus der Fraktion der FDP im Deutschen Bundestag empfängt anschließend zu einem einstündigen Gespräch in einem der vielen Räume des Reichstagsgebäudes und es entwickelt sich... nur eine recht zurückhaltende Diskussion und Fragestunde, allerdings auch hervorgerufen durch die ausführlichen Erklärungen und anschaulichen Erläuterungen und Darlegungen des Herrn Todtenhausen über den Umgang mit der AfD im Deutschen Bundestag und deren "ekelhaften" Verhaltensweisen, so unser Gastgeber mit deutlichen Worten, seinen eigenen Politikfeldern, seinem politischen und persönlichen Werdegang, seinem Arbeitspensum und sogar seinem Gehalt als Mitglied des Deutschen Bundestages. Alles sehr interessant und spannend. Mit einem flammenden Appell an die Schüler/innen unseres Kurses, immer an sich selbst zu glauben und den eigenen Weg unbeirrt zu gehen, und einigen Geschenke verabschiedet Herr Todtenhausen uns dann in Richtung Reichstagskuppel, die uns an diesem Freitagmittag einen Sonnenschein-Blick über Berlin ermöglicht. Und der anschließende Besuch im Besucher-Restaurant im benachbarten Paul-Löbe-Haus, in das wir unterirdisch vom Reichstagsgebäude aus gelangen und auf diesem Wege die Inschriften russischer Soldaten entziffern können, die diese am Ende des 2. Weltkrieges bei der Eroberung Berlins und des Reichstagsgebäudes dort hinterlassen haben, sorgt zuletzt auch für die notwendige Energie, um die nächsten Stunden der freien Verfügung und weiterer Erkundung der Hauptstadt gestärkt anzugehen.

Den Abend des zweiten Tages in Berlin beschließt ein gemeinsames Abendessen in einer außergeöhnlichen Umgebung. Als "Punkrock-Pizzeria" ist das Lokal bekannt, Poster und Graffiti zieren die Wände und auch wir können nicht widerstehen... siehe Foto.

Bedauerlich an diesem rundum ereignisreichen Tag in Berlin: Es ist der Tag es Austritts der Briten aus der Europäischen Union. Ein weiteres, trauriges Signal dafür, was das Hereinfallen auf tumben Populismus und offenkundige Unwahrheiten, dieses Mal aus den Mündern der britischen Herren Farrage und Johnson, an fatalen Konsequenzen mit sich bringen kann. Auch ein Grund übrigens, warum wir uns an diesem letzten Januar-Wochenende nach Berlin aufgemacht haben: Nur Bildung ist ein wirksamer Schutz vor Dummheit! Getreu einem Slogan der Brexit-Gegner: "This doesn´t seem very well thought through!".

Dritter und letzter - halber - Tag. Wieder gut gefrühstückt machen wir uns auf zu letzten Unternehmungen - von denen wir mit so manchen prall gefüllten Tüten zurück kehren. Pünktlich verlässt dann am frühen Nachmittag der ICE 546 mit uns an Bord Berlin und bringt uns - auf Umwegen... - nach Wuppertal zurück - und Cosma ihrem 18. Geburtstag immer näher. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Dank für die drei ereignisreichen Tage in der Bundeshauptstadt gilt dem Herrn Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen und seinem Team in Berlin und im Wuppertal Wahlkreisbüro für die Einladung in den Deutschen Bundestag. Danke auch an das Team des Hotel Tiergarten in Berlin für die bequeme Unterkunft und die ebenso reichhaltige wie köstliche Frühstücksverpflegung!

Text: D.W.

Fotos: D.W./C.P./O.N.

 

 

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Am Puls der Politik

Mit Herrn MdB Manfred Todtenhausen (FDP) im Dialog

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