Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

"Seht, da ist der Mensch“

St. Anna auf dem Katholikentag in der Diaspora

36 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Jgst. 10) und der Qualifikationsphase I (Jgst. 11) haben von Mittwoch, dem 25.05, bis Sonntag, dem 29.05, den 100. Katholikentag in Leipzig besucht.

Nicht selten wird man mit der These konfrontiert, dass die St.-Anna-Schule in Wuppertal in einer Diaspora-Situation angesiedelt ist; niemand wird bestreiten, dass die Katholiken gegenüber den evangelischen Mitchristen in unserer Stadt in der Minderheit sind. Gegenüber Leipzig, der Gastgeberstadt des immerhin 100. Katholikentags, erscheint Wuppertal hingegen fast als Katholikenhochburg. Hier sind nur 4 % der Gesamtbevölkerung katholisch, insgesamt nur 20 % gehören überhaupt einer christlichen Kirche an. Nicht nur die St.-Anna-Schüler fragten sich, wie man den Jubiläumskatholikentag gerade in diese Umgebung legen konnte. Möglicherweise wird ein Grund darin bestehen, dass das Christentum sich in Deutschland nicht einigeln möchte, sondern stattdessen auch gerade auf die Menschen zugehen und sich zeigen möchte, die in Distanz zum (christlichen) Glauben und der Kirche stehen. Ein anderer Hintergrund liegt sicher darin, dass der ehemalige Kölner Weihbischof Dr. Heiner Koch in seiner damaligen Funktion als Bischof von Dresden-Meißen den Katholikentag in sein Bistum eingeladen hatte.  Die vier Tage haben auf jeden Fall bewiesen, dass man auch in der Diaspora einen Katholikentag veranstalten kann. 

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In diesem Jahr war die St.-Anna-Schule zu Gast in der bischöflichen Maria-Montessori-Schule, die nur etwa 20 Straßenbahnminuten von der Leipziger Innenstadt entfernt liegt. Bereits am Anreisetag machten wir uns abends nach der Ankunft auf, die Leipziger Innenstadt zu erkunden; einen ersten Halt machten wir dabei an der Nikolaikirche, einem der zentralen Orte der friedlichen Revolution im Jahre 1989. Den ersten Tag begann unsere Gruppe entspannt, indem wir gemeinsam den Fronleichnamsgottesdienst besuchten und anschließend die Thomaskirche besichtigten, in der das Grab des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach zu sehen ist. Am Freitag besuchten wir vormittags die Gedenkstätte „Runde Ecke“, in der in Originalräumen der Stasi Zeitgeschichte in authentischer Umgebung nachvollzogen werden konnte. Im Anschluss betrachteten noch einige Kunst interessierte Schülerinnen und Schüler im Museum der bildenden Künste unter anderem Werke von Lucas Cranach und Peter Paul Rubens. Nach einer Mittagspause traf sich erneut die gesamte Gruppe, um an einem Podium zum Thema „Menschenbild und Medienwirkung“ teilzunehmen. Hier diskutierten unter anderem der ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey, die Moderatorin Maybrit Illner sowie der Bischof von Passau, Prof. Dr. Stefan Oster, über beispielsweise über die Frage, inwieweit die Privatsphäre von in der Öffentlichkeit stehenden Menschen geschützt werden müsse. Den Tag ausklingen ließen einige Schülerinnen und Schüler bei der Nacht der Lichter der Taizé-Brüder, andere besuchten noch das große Konzert der Wise Guys. Am Samstag besichtigten wir zunächst die jüngst errichtete neue Propstei-Kirche St.-Trinitatis, bevor wir dann auf dem Jugend-Forum ein Taizé-Mittagsgebet mitfeierten.

Wie schon in den letzten Jahren war es auf der Busfahrt zurück nach Wuppertal ziemlich ruhig: Nicht nur die Tage in Leipzig, sondern natürlich auch vier Nächte auf der Isomatte oder Luftmatratze in voll belegten Klassenräumen forderten ihren Tribut. Im nächsten Jahr geht es dann anlässlich des Reformationsjubiläums in die Bundeshauptstadt Berlin. Wir freuen uns schon darauf!

Christian Feistauer

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