Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen 2019

Ein spannendes Ereignis

„Wir sind hier doch richtig beim Vorlesewettbewerb, oder?“, fragte Marina zögerlich, als sie mit drei weiteren Schülern, die alle wie sie ein Buch mit Lesezeichen in der Hand trugen, den Mehrzweckraum zu Beginn der ersten großen Pause am 5.Dezember betrat. Die Anspannung der Schüler war förmlich zu spüren und diese ließ auch während des Einstellens der Mikros durch die Techniker nicht nach. „Denkt daran, dass ihr schließlich schon den Klassenwettbewerb gewonnen habt und dass ihr euren Mitschülern eine schöne, ungewöhnliche Doppelstunde beschert!“, versuchte Frau Tochtrop zu beruhigen. Da war dann auch das erste Lächeln in den Gesichtern zu erkennen. Und eine besondere Doppelstunde wurde es tatsächlich. In der ersten Runde lasen die Klassensieger Marina Stojanovic (6a), Heinrich Bornmüller (6b), Jonathan Hall (6c) und Sara Sange (6d) aus ihren selbst ausgewählten Texten vor über hundert Mitschülern vor. Die Stellen waren gut ausgesucht und sowohl sicher als auch gut interpretiert vorgetragen. Bewegt und immer fair applaudierten die Zuhörer nach den gelungenen Beiträgen. Dabei hörten sie Stellen aus „Percy Jackson“, „Hexen hexen“, „Animox“ und aus „Gregs Tagebuch“.

Nach einer kurzen Unterbrechung kam der für die Teilnehmer schwierigere Teil: Nun mussten sie einen unbekannten Text vorlesen. Unbekannt war „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel dem einen oder anderen zwar nicht, handelt es sich bei diesem Roman doch schon um einen modernen Klassiker, aber eine unbekannte Stelle möglichst fehlerfrei und mit Ausdruck vorzutragen, das ist schon eine große Leistung. Während des Vortrags lauschten die Schüler gespannt der Geschichte des tiefbegabten Rico. Dass die Klassensieger es schafften, ihre Mitschüler durch ihr Vorlesen zu leisem und konzentrierten Zuhören zu bewegen, sagt eigentlich alles über deren Vorlesequalität. Und dass nach der zweiten Runde einige Schüler aus dem Publikum den Namen des Autors noch einmal wissen wollten, ließ die Jury hoffen, dass einige Weihnachtswunschzettel doch noch um ein Buch erweitert werden. Die Jury (Herr Schierhoff, Herr Lersch und Frau Tochtrop) zog sich während einer kleinen Filmeinlage zu einer Besprechung zurück und war sich einig, dass Jonathan Hall aus der 6c der sicherste Leser war und dass er es am besten schaffte, in beiden Teilen des Wettbewerbs den Figuren Charakter zu verleihen. Ihm wurde dann auch von Herrn Finn, nachdem dieser allen Klassensiegern eine Urkunde überreicht hatte, die Schulsieger-Urkunde verliehen. Für Jonathan geht die Vorlesereise im Februar weiter, wenn er sich mit weiteren Wuppertaler Schulsiegern messen kann. Aber auch die anderen Teilnehmer gingen als Sieger in den weiteren Unterricht, umringt von Mitschülern, die begeistert wiederholten, wie toll doch gelesen wurde. Von der anfänglichen Skepsis in den Blicken der vier Schüler war nichts mehr zu erkennen. Vielmehr eine große Portion Stolz.

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