„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen“
Dreikönigswallfahrt der zehnten Klassen nach Köln
„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen“ – unter diesem Leitwort aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,2) machten sich am 25. September auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Erzbischöflichen Schulen auf den Weg zur Dreikönigswallfahrt nach Köln.
Der Stern von Bethlehem ist auf dem Kölner Dom weithin sichtbar. Im Inneren des Domes erwartet die Besucherinnen und Besucher ein weiterer besonderer Bezug zur Geschichte der Heiligen Drei Könige: der prachtvolle Dreikönigenschrein. In ihm werden die Gebeine der Heiligen Drei Könige aufbewahrt – ein besonderer Ort, den unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Wallfahrt aus nächster Nähe erleben konnten.
Am Morgen machten sich die zehnten Klassen, aufgeteilt in zwei Zügen vom Wuppertaler Hauptbahnhof aus, auf den Weg nach St. Heribert in Köln-Deutz. Dort feierten sie gemeinsam eine Heilige Messe, die von unserem Schulpfarrer Abbé Pauljo mitgestaltet wurde. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Fragen, die die Jugendlichen durch den Tag begleiteten: Welchem Stern folge ich? Was gibt meinem Leben Orientierung und Hoffnung?Im Anschluss erhielten alle Schülerinnen und Schüler drei Postkarten, die an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnerten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Jede Karte lud dazu ein, über das eigene Leben und den persönlichen Glauben nachzudenken. Auf der Goldkarte konnten die Jugendlichen festhalten, was in ihrem Leben besonders wertvoll und kostbar ist – etwa wichtige Menschen, besondere Erfahrungen oder prägende Erinnerungen. Die Weihrauchkarte lud dazu ein, andere Menschen in den Blick zu nehmen und persönliche Bitten für Menschen aufzuschreiben, die unter Ungerechtigkeit, Leid oder Not leiden. Auf der Myrrhekarte schließlich war Raum für das, was persönlich belastet: Sorgen, Ängste, Schwächen und Verletzungen, die im Gebet Gott anvertraut werden konnten.
Nach der Heiligen Messe führte der gemeinsame Weg zum Kölner Dom. Nach einem kurzen Impuls hatten die Schülerinnen und Schüler die besondere Gelegenheit, unter dem Dreikönigenschrein hindurchzugehen – ein eindrucksvoller Moment. Zum Abschluss wartete noch eine kleine kölsche Überraschung: Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt einen Weckmann in Form des Kölner Doms. Anschließend blieb Zeit, Köln auf eigene Faust zu erkunden, bevor die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Heimreise antraten.
Die Dreikönigswallfahrt bot damit nicht nur die Möglichkeit, einen bedeutenden Ort christlicher Tradition zu erleben. Sie gab den Schülerinnen und Schülern zugleich Raum, über die eigenen Sterne, Hoffnungen und Wege nachzudenken – und darüber, was dem eigenen Leben Orientierung geben kann. (FEIK)





