Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Europa hautnah

Besuch in Brüssel

Europa hautnah!

Im Rahmen der Projekttage war der sozialwissenschaftliche Kurs (Q1) in Brüssel

Am frühen Montagmorgen begann unsere Reise am Kölner Hauptbahnhof – zu einer Uhrzeit, die selbst für Oberstufenschüler diskussionswürdig war. Ziel war Brüssel, wo wir nach unserer Ankunft zunächst die Stadt auf eigene Faust erkundeten. Zwischen beeindruckender Architektur, kurzen Cafépausen und gelegentlichen Orientierungsdebatten entwickelten wir schnell ein Gefühl für das pulsierende europäische Zentrum. Ein fester Programmpunkt war dabei die Kathedrale St. Michael und St. Gudula, die Hauptkirche der Stadt, die bei unserem Besuch nicht fehlen durfte. 

Die gemeinsamen Abendessen boten schließlich nicht nur kulinarische, sondern auch soziale Höhepunkte – und die Gelegenheit, das Erlebte gemeinsam und humorvoll zu reflektieren.

Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel

Am Dienstag erhielten wir in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel einen fundierten Einblick in die Bedeutung landesweiter Interessen auf europäischer Ebene. Frau Rodenbeck zeigte anschaulich, wie eng Landespolitik – insbesondere im wirtschaftlichen Bereich – und EU-Entscheidungen miteinander verflochten sind. Ein Zusammenhang, der uns nach diesem Besuch kaum noch abstrakt erschien. Die anschließende Fragerunde entwickelte sich zu einem engagierten Austausch, bei dem wir unter Beweis stellten, dass kritisches Nachfragen keineswegs nur im Unterricht stattfindet. Zum Abschluss überreichten wir unsere St.-Anna-Münze und sprachen eine Einladung zu einer Diskussion am Europatag an unserer Schule aus.

Europäisches Parlament – MdEP Dennis Radtke

Im Europäischen Parlament trafen wir auf Herrn Dennis Radtke, MdEP, der sich souverän unseren Fragen stellte. Themen wie Datenschutz, politische Verantwortung und die Zukunft der EU wurden dabei ebenso angesprochen wie sein Arbeitsalltag – der offenbar weniger aus großen Reden und mehr aus komplexen Abstimmungsprozessen besteht.

Auch hier übergaben wir unsere St.-Anna-Münze, die ebenso freundlich aufgenommen wurde wie unsere Einladung – ein kleiner diplomatischer Erfolg unsererseits.

COMECE – Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union

Der Besuch bei der COMECE eröffnete uns schließlich eine Perspektive, die im politischen Alltag oft weniger im Vordergrund steht. Die Rolle kirchlicher Beratung innerhalb der EU erwies sich dabei als differenzierter und einflussreicher, als man zunächst vermuten könnte. Frau Ladenburger (Bereich Ethik, Forschung und Gesundheit) zeigte uns die enge Verknüpfung der Themen Künstliche Intelligenz, Humanismus und katholische Soziallehre auf. Unsere St.-Anna-Münze und die Einladung nach Wuppertal wurden dankend angenommen.

Ein kurzes Gespräch und gemeinsames Foto mit dem Generalsekretär, Monsignore Manuel Enrique Barrios Prieto, rundete den Besuch ab.

(Klemmer, Tymiec, Becher)

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