Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Endlich Ferien:

Zeit zu entdecken, "was im Menschen ist"!

Auch wenn der hier verwendete Titel scherzhaft ist – mit Blick auf die bevorstehenden Zeugnisse, erhofft sich ein jeder und jede, dass es möglichst viel von diesen besten und guten Noten gibt. Und je nachdem, wie es dann ausfällt, folgt entweder ein inneres Schulterklopfen „gut gemacht, weiter so! – du hast es drauf!“ … oder eben nicht.

Klar, die Noten bieten nur einen Ausschnitt dar, sie bemessen die Fähigkeiten und Kompetenzen in genau umrissenen Disziplinen, wie Mathe oder Sprachen. Dennoch werden es diese Wertungen sein, die eines Tages über den weiteren Werdegang eines Menschen entscheiden. Sie haben Gewicht. Und nicht wenige Schülerinnen und Schüler drückt diese Art der Beurteilung. Zeit für einen Perspektivwechsel!

Im Johannesevangelium gibt es einen kleinen, unauffälligen Satz über Jesus, der es in sich hat:

… (Jesus) „brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen war.“ (Joh 2, 25).  Dieser Satz fällt in einem Zusammenhang, in dem viele Menschen von Jesus begeistert sind und ihn – durch die Wunder die er tut – als Sohn Gottes bezeugen. Jesus lässt sich davon nicht beeindrucken, denn er weiß selber, „was im Menschen“ ist. Zum einen weiß er, dass die Bewertung durch andere Menschen bisweilen sehr schwankend sein kann. Mal wird man hochgejubelt und dann wieder verachtet. Zum anderen weiß Jesus auch um seine eigene Person, wer er selber ist und was in ihm steckt. Daher ist er frei von Zuspruch oder Ablehnung der Menschen.

…ganz so leicht fällt uns das nicht mit den Urteilen und Bewertungen der Mitmenschen! Aber eine kleine Übung könnte neue Sichtweisen eröffnen. Wie wäre es damit, sich selber einmal ein „alternatives“ Zeugnis zu schreiben, auf dem all‘ die Begabungen stehen, die sonst unbemerkt bleiben? Es können ganz kleine Talente sein, mit denen ich meine Mitmenschen erfreue oder unterstütze. Oder besondere sportliche und spielerische Fähigkeiten. Einmal angefangen, wird die Liste sicher lang und es lohnt sich, einmal tiefer darüber nachzudenken, „was im Menschen“ ist.

Text: Dr. Anna Slawek

Die Schulleitung und die Webredaktion wünschen allen Schülerinnen und Schülern und ihren Familien, Lehrerinnen und Lehrern, allen Bediensteten, den Ehemaligen und Freunden der St.-Anna-Schule erholsame Ferien, Gesundheit und Wohlbefinden. Wir freuen uns darauf, das neue Schuljahr 2021/2022 mit frischem Elan und so viel Normalität wie dann möglich sein wird in Angriff zu nehmen.

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