Gemeinsam Schule gestalten

Carsten Finn als neuer Schulleiter der St.-Anna-Schule eingeführt

Mit dem neuen Schuljahr hat die St.-Anna-Schule auch einen neuen Schulleiter: Carsten Finn wurde im Rahmen des Schuljahresanfangsgottesdienstes in der St.-Laurentius-Basilika offiziell in sein Amt eingeführt. Die kirchliche Einführung übernahm Thomas Pitsch, Bereichsleiter Schule und Hochschule des Erzbistums Köln. Gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinde, Gästen und Vertretern des Schulträgers wurde damit der Beginn eines neuen Schuljahres und zugleich der Beginn einer neuen Aufgabe gefeiert.

Mit der Übernahme der Schulleitung setzt Carsten Finn seine langjährige Arbeit an der St.-Anna-Schule in neuer Verantwortung fort. Seit 2017 ist er stellvertretender Schulleiter, zuvor war er am St.-Ursula-Gymnasium in Düsseldorf tätig. Diese Stationen waren für ihn dabei stets auch eine bewusste Entscheidung für eine Schule in katholischer Trägerschaft. 

Was Carsten Finn im täglichen Leben an St. Anna über die schulorganisatorischen Aufgaben hinaus besonders wichtig ist, lässt sich vielleicht mit zwei Worten beschreiben: Atmosphäre und Menschlichkeit. Schule ist für ihn mehr als Unterricht, Organisation und die Vermittlung von Wissen. Sie ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen, sich entwickeln und miteinander umgehen. Ein Begriff ist Carsten Finn dabei besonders wichtig: gemeinsame Haltung. Sie entsteht nicht durch ein Papier oder ein neues Konzept, sondern im täglichen Miteinander und in der Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. „Für mich ist die Frage nicht zuerst, was wir an unserer Schule verändern müssen, sondern welche Haltung wir brauchen, um gemeinsam mit den jungen Menschen die Herausforderungen unserer Zeit zu gestalten.“

Eine dieser Herausforderungen ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz und digitalen Medien. Auch hier geht es Carsten Finn nicht allein um technische Fähigkeiten, sondern um die Frage, welchen Beitrag Schule zur Entwicklung junger Menschen leisten kann: „Schule muss junge Menschen darin stärken, die Möglichkeiten von KI und digitalen Medien verantwortungsvoll und kritisch zu nutzen. Technik und KI sollten dabei dem Menschen dienen und ihn stärken – der einzelne Mensch muss im Mittelpunkt bleiben.“

Zum christlichen Selbstverständnis der St.-Anna-Schule gehört für Carsten Finn auch, Schule nicht isoliert zu betrachten. Im Gottesdienst wurde deshalb der Gedanke der Vernetzung mit anderen katholischen und evangelischen Einrichtungen in Wuppertal aufgegriffen und lebendig spürbar, indem die 1200 Mitglieder der Schulgemeinde gemeinsam in einer großen Kirche mitten in der Stadt das Schuljahr beginnen. Leitend soll dabei laut Carsten Finn die gemeinsame Haltung sein, den Blick für die Einzigartigkeit des einzelnen Menschen zu bewahren und die Bereitschaft mitzubringen, die Herausforderungen der Gegenwart gemeinsam anzunehmen.

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